Ungarische Gu­laschsup­pe nach Omas Art

Ungarische Gulaschsuppe nach Omas Art

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Ungarische Gu­lasch­suppe nach Omas Art

Ob als deftiges Schmor­ge­richt an kal­ten Herbst- und Win­ter­ta­gen oder als Klas­si­ker auf Fe­ten und am Sil­ves­ter­abend: Eine selbst ge­mach­te, herzhafte Gu­lasch­sup­pe, deren unwiderstehlicher Duft sich im Raum ver­brei­tet, bleibt nicht lan­ge ste­hen. Und das mit Recht! Auch wir wa­ren vom Ge­schmack der Sup­pe be­geis­tert und haben sie mit ma­xi­ma­lem Ge­nuss­fak­tor ver­kös­tigt.

Die Paprika haben wir vor dem Schmo­ren noch an­gerös­tet. So in­ten­si­vier­te sich das Pa­pri­ka­aro­ma um ein viel­fa­ches und gab un­se­rer Sup­pe zu­sam­men mit un­se­rer spe­zi­el­len Pa­pri­ka­pul­ver-Mi­schung ei­ne äu­ßerst pi­kan­te No­te.

Wie immer, ha­ben wir bei un­­se­rem Re­zept »Gu­lasch­sup­­pe nach Omas Art« auf fri­sche Zu­ta­ten geachtet und weiterverarbeitete Lebensmittel wie z. B. Sau­cen­bin­der) komp­lett ver­mie­den. So zu­­be­­rei­­tet, bleibt das Re­zept au­then­tisch, eben ge­nau so, wie es schon von vie­­len, vie­­len Omas le­cker und ge­sund zu­­be­­rei­­tet wur­­de.

Selbstgemacht schmeckt es nochmal so gut!

 Ab­ge­schmeckt und ver­­fei­­nert, ha­ben wir die Sup­pe noch mit einem klei­nen Schuss Ma­deira. Et­was fri­sche Pe­ter­si­lie als Gar­ni­tur, ver­leiht dem Sup­pen­klas­si­ker noch ei­ne schö­ne Op­tik.

Gernekochen-Weintipp

Zu »Gulasch­sup­pe nach Omas Art« har­mo­niert ein ele­gan­ter »Spät­bur­gun­der« des Wein­guts Fried­rich Be­cker, Rhein­land-Pfalz. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Rezept:
Ungarische Gulasch­sup­pe nach Omas Art

Zutaten für 4 Personen

Für den Einkaufszettel:

  • 500 g Rindergulasch (Wade oder Schulterblatt)
  • 50 g Butterschmalz zum Anbraten
  • 1,5 Liter Rinder-Fond aus dem Glas (3 große Gläser à 500 ml)
    Workshop: Rin­der­fond sel­ber ma­chen »
  • 2–3 weiße Zwiebeln, je nach Größe
  • 1 Stich Butter zum Anschwitzen der Zwiebeln
  • 300 g Kartoffeln, vorwiegend fest­ko­chend
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 2 Karotten bzw. Möhren, »Gelbe Rü­ben«
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 TL brauner Zucker (z. B.Rohr­zu­cker oder Ko­kos­blü­ten­zu­cker)
  • 1 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 EL Paprikapulver »La Vera« süß
  • 125 ml Rotwein
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 EL Braune Butter
  • 2 EL Aceto Balsamico
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 TL Majoran
  • ¼ TL Kümmelpulver
  • Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Optional:

  • 1 Schuss Madeira zum Verfeinern
Rinderfond selber machen

Unser Tipp: Probiere für Schmor­ge­rich­te un­be­dingt ein­mal Fär­sen­fleisch. Ei­ne Fär­se ist ein ge­schlechts­rei­fes weib­li­ches Rind, das noch nicht ge­kalbt hat. Das Fleisch ver­fügt im Ver­gleich zu dem re­la­tiv ma­ge­ren Bul­len­fleisch üb­er ei­nen deut­lich hö­he­ren Fett­an­teil und ist da­mit ge­schmack­lich vor­zu­zie­hen.


Zubereitung:

1) Rindfleisch (falls nö­tig) waschen, tro­cken­tup­fen und in kleine, ca. 1,5 cm gro­ße Wür­­fel schneiden. Möh­ren put­zen, schä­len und quer in Scheiben schnei­­­den. Zwie­­beln schä­len und klein ha­cken. Kar­tof­feln schä­len und in klei­ne Wür­fel schnei­den. Pap­ri­ka ab­brau­sen, put­zen und in klei­ne Strei­fen schnei­den. Rest­­li­­che Zu­­ta­­ten be­­reit­­stel­­len.

2) Bratpfanne ohne Fett stark er­hit­zen. Pap­ri­ka­strei­fen un­ter ge­le­gent­li­chem Wen­den kräf­tig an­rös­ten, bis sie brau­ne Stel­len be­kom­men h­aben. Pap­ri­ka aus der Pfan­ne neh­men und be­reit­stel­len.

3.1) Bratpfanne mit Butterschmalz stark er­hit­zen. (Zum Tes­ten der Tem­pe­ra­tur ei­nen Trop­fen Was­ser in die Pfan­ne spri­tzen. Zer­platzt und ver­dampft dieser, hat die Pfan­ne die rich­ti­ge Brat­tem­pe­ra­tur er­reicht!) Rind­fleisch von al­len Sei­ten kräf­tig an­bra­ten, damit schö­ne Röst­aro­men ent­steh­en. Da­bei da­rauf ach­ten, dass zwi­schen den ein­zel­nen Fleisch­stü­cken min­des­tens 2 cm Ab­stand be­steht. Liegt es zu eng ne­ben­ein­an­der, kocht das Fleisch und brät nicht mehr!

3.2) Fleisch an­schlie­ßend an den Pfan­nen­rand schie­ben. To­ma­ten­mark hin­zu­fü­gen und in der hei­ßen Pfan­­nen­­mit­­te an­­rös­­ten, bis es schwar­ze Stel­len be­kom­men hat. To­maten­mark an­schlie­ßend mit Zu­cker be­streu­en und ver­men­gen.

3.3) Pfan­nen­in­halt mit Rot­wein ab­lö­schen …

3.4) und kurz auf­ko­chen las­sen.

4) Pfanne mit But­ter mit­tel­stark er­hit­zen. Zwie­bel­hack und Lor­­beer­blät­ter hin­zu­fü­gen. Un­ter ge­le­gent­li­chem Wen­den 2–3 Mi­nu­ten gold­gelb an­schwit­zen, aber nicht bräu­nen. (Bei zu star­kem Bräu­nen wer­den die Zwie­beln bit­ter!)

5.1) Gulasch und Zwie­beln in ei­nen aus­rei­chend gro­ßen Topf ge­ben und mit Rin­der­fond auf­gie­ßen.

5.2) Anschließend die Ge­wür­ze hin­zu­fü­gen und mit der Gu­lasch­sup­pe ver­men­gen.

5.3) Petersilie abbrau­sen und tro­cken­schüt­teln. An­schlie­ßend den gan­zen Bund zwei­mal an den Stie­len um­bre­chen (so kön­nen die Aro­­men aus den Stie­­len aus­­tre­­ten) und komp­lett in die Sup­pe ge­ben. De­ckel auf­le­gen. Gu­lasch­sup­pe auf mit­tel­star­ker Hitze ca. 90 Min. schmo­ren las­sen.

5.4) Pe­ter­si­lie ent­fer­nen. Anschlie­ßend Kartof­feln und Möh­ren zu­fü­gen. Omas Gu­lasch­sup­pe wei­te­re 30 Min. auf mitt­le­rer Hitze schmo­ren las­sen.

5.5) Abschließend noch die in Ar­beits­schritt 2 an­ge­rös­te­ten Pa­pri­ka­strei­fen zu­fü­gen und ca. 10 Min. mit­schmo­ren las­sen. So be­hal­ten sie noch einen leich­ten Biss und ei­nen Teil ih­rer Vi­ta­mi­ne. Wer sie komp­lett weich­ge­kocht be­vor­zugt, ver­län­gert die Gar­zeit noch um 5–10 Mi­nut­en. Vor dem Ser­vieren den Gar­grad des Flei­sches mit einem Stahl­pi­cker über­prü­fen oder ein­fach mal ein Stück pro­bie­ren. Stimmt die Fleisch­qua­li­tät, sollte das Gu­lasch nun but­ter­zart in die Sup­pen­scha­le kom­men.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Rind­fleisch

– kräftig im Aro­ma, stark an Vi­ta­min B12

Neben hochwerti­gem Ei­weiß ent­hält Rind- wie auch Lamm­fleisch die le­bens­wich­ti­gen Vi­ta­mi­ne B2, B6 und B12 so­wie wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Zink und Se­len. Vi­ta­min B1 ist eben­falls vor­han­den, je­doch in ge­rin­ge­ren Men­gen als bei­spiels­wei­se in Schwei­ne­fleisch.

Besonders Eisen und Vi­ta­min B12 spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung ro­ter Blut­kör­per­chen. Vi­ta­min B12 kann in re­le­van­ten Men­gen fast nur üb­er tie­ri­sche Pro­duk­te auf­ge­nom­men wer­den.

Eisen ist nicht allein für die Blut­bil­dung, son­dern auch für den Mus­kel­auf­bau re­le­vant, da es ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Sau­er­stoff­trans­port zu den Mus­kel­zel­len spielt. Ei­ne aus­rei­chen­de Sau­er­stoff­ver­sor­gung ist für un­se­re Mus­keln die Vo­raus­set­zung für Leis­tung, Re­ge­ne­ra­tion und Wachs­tum. 

Daher lässt sich feststellen, dass eine rein ve­gane Er­nährung oh­ne Sup­ple­mente nicht als voll­stän­dig aus­ge­wo­gen be­trach­tet wer­den kann. Be­reits 150 g Lamm- oder Rin­der­filet kön­nen den Ta­ges­be­darf eines Er­wach­se­nen an Vi­ta­min B12 de­cken und leis­ten zu­gleich ei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ei­sen­ver­sor­gung.

Kulinarische Verwendung:

Rindfleisch zählt zu den viel­sei­tigs­ten Fleisch­sor­ten über­haupt und ist aus der in­ter­na­tio­na­len Kü­che nicht weg­zu­den­ken. Je nach Teil­stück lässt es sich bra­ten, schmo­ren, gril­len oder roh ge­nie­ßen – et­wa als fei­nes Carpac­cio oder wür­zi­ges Ta­tar.

Zu den be­son­ders ed­len Cuts ge­hö­ren Filet, Ent­re­côte und Hüft­steak, die durch ihre zar­te Kon­sis­tenz und den kräf­ti­gen, aro­ma­ti­schen Ge­schmack über­zeu­gen. Für Schmor­ge­rich­te eig­nen sich hin­ge­gen Schul­ter, Wade oder Brust, die durch lang­sa­mes Garen in Wein, Brühe oder Ge­mü­se­sud be­son­ders saf­tig wer­den.

Auch in der mo­der­nen, leich­ten Küche spielt Rind­fleisch ei­ne wich­ti­ge Rol­le – et­wa in Form von kurz­ge­bra­te­nen Asia-Wok-Ge­rich­ten oder als pro­te­in­rei­ches Steak mit fri­schen Bei­la­gen.
So steht Rind­fleisch für in­ten­si­ven, ei­weiß­rei­chen Ge­nuss und kraft­vol­le Aro­men, die sich na­he­zu je­der Koch­kul­tur an­pas­sen las­sen.

Geräucherter Speck bzw. gepö­kel­tes Schwei­ne­fleisch

– besser nicht zu oft ge­nie­ßen

So lecker er auch ist: Zu oft – im Sin­ne von re­gel­mä­ßig – soll­te man ihn nicht auf sei­nen Spei­se­zet­tel set­zen, da das für die Pö­ke­lung und Kon­ser­vie­rung des Schin­kens ver­wen­de­te Nitrit­pökel­salz auf­grund zahl­rei­cher, in den letzten Jah­ren durch­ge­führ­ter Stu­dien im Ruf steht, in­di­rekt krebs­er­re­gend zu sein. 

Be­son­ders bei starker Er­hit­zung (z. B. Gril­len) be­güns­tigt es im sau­ren Mi­lieu des Ma­gens die Ent­steh­ung so ge­nannter »Ni­tro­sa­mi­ne«, die von der Wis­sen­schaft als krebs­er­re­gend ein­ge­stuft wer­den.

Paprika und Peperoni

– gesunde Vitaminpower für Genie­ßer

Paprika gehören als farben­fro­he Ver­tre­ter der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se zu den viel­sei­tigs­ten Ge­mü­se­sor­ten und wer­den welt­weit in un­zäh­li­gen Va­ri­an­ten an­ge­baut. Ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis aus­ge­prägt scharf, wo­bei Be­grif­fe wie Chi­li­scho­ten, Peperoni oder Pe­pe­ron­ci­ni je­weils auf un­ter­schied­li­che Schär­fe­stu­fen und Aro­men hin­wei­sen. Als frische Frucht­ge­mü­se brin­gen sie nicht nur Far­be, son­dern auch ein­en aus­ge­spro­chen ho­hen Mi­kro­nähr­stoff­wert in die Küche.

Ihr be­mer­kens­wert ho­her Vi­ta­min-C-Ge­halt über­trifft den von Zi­tro­nen um ein Viel­fa­ches und leis­tet ei­nen zen­tra­len Bei­trag zur Stär­kung un­se­res Im­mun­sys­tems. Zu­dem stei­gern Vi­ta­min A und Beta­ca­ro­tin die Seh­kraft und un­ter­stüt­zen die Zel­l­er­neue­rung, wäh­rend Vi­ta­min E als an­ti­oxi­da­ti­ver Schutz­fak­tor wirkt. 

Die Mi­ne­ral­stof­fe Ka­li­um, Mag­ne­si­um und Cal­ci­um tra­gen zur Nerven- und Mus­kel­funk­tion bei, und die na­tür­li­chen Scharf­stof­fe in Chi­lis regen den Blut­kreis­lauf an und för­dern die Durch­blu­tung. Ro­te Pa­pri­ka bie­ten den höchs­ten Nähr­stoff­wert, ge­folgt von oran­ge­far­be­nen und gel­ben, wäh­rend grü­ne Va­ri­an­ten ein we­nig we­ni­ger dicht an Mi­kro­nähr­stof­fen sind.

Kulinarische Verwendung:

Kulinarisch eignen sich Papri­ka für herzhaf­te Schmor­ge­rich­te, ge­rös­te­te Antipasti, aro­ma­ti­sche Suppen, saf­ti­ge Füll­ge­mü­se oder fri­sche Sa­la­te; ihr süß-fruch­ti­ger oder schar­fer Cha­rak­ter ver­leiht Ge­rich­ten Tiefe und ver­bin­det Ge­nuss und Ge­sund­heit auf na­tür­li­che Wei­se. 

Tipp: Als pra­xis­na­her Tipp emp­fiehlt sich das Rös­ten im Ofen. Dadurch ent­fal­tet sich die gan­ze Süße der Pa­pri­ka und sie lässt sich her­vor­ra­gend für Dips, Pü­rees oder Pas­ta­sau­cen wei­ter­ver­ar­bei­ten.

Karotten alias Möhren

– vielseitiger Genuss, voll gesun­der Nähr­stoff­po­wer

Die in Deutsch­land sehr be­lieb­ten und in der Kü­che viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Möh­ren bzw. Mohr­rü­ben ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­ne­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten wie Ka­li­um, Phos­phor, Cal­ci­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­vi­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­ta­min A) vor­kommt. Vitamin A un­ter­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht, und wirkt sich po­s­i­tiv auf un­ser Im­mun­sys­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kann am bes­ten vom Kör­per re­sor­biert wer­den, wenn man es zu­sam­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

Kulinarische Verwendung:

Karotten eignen sich her­vor­ra­gend für sü­ße wie her­zhaf­te Ge­rich­te – ob als cre­mi­ge Sup­pe, ge­schmor­te Bei­la­ge, fri­scher Sa­lat oder saf­ti­ger Ku­chen. Ihr zar­tes, süß­li­ches Aro­ma ent­fal­tet sich be­son­ders gut in Kom­bi­na­ti­on mit et­was Öl oder But­ter und sorgt da­mit für na­tür­li­chen, ge­sun­den Ge­nuss.

Porree alias Lauch

– leichter Genuss mit viel Ge­sund­heit

»Allium por­rum«, auch »Lauch« ge­nannt, ist ei­ne krau­tige Pflan­ze und ge­hört zur Fa­milie des aus dem Mit­tel­meer­raum stam­men­den Acker­lauchs. Ge­schmack­lich ist sie ei­ne mil­de Va­riante der Zwie­bel und des Knob­lauchs. Da das Zwie­bel­ge­mü­se win­ter­fest ist, wird es in Deutsch­land ger­ne und oft im hei­mi­schen Gar­ten an­ge­baut. Un­ter­schie­den wird zwi­schen Win­ter­lauch und Som­mer­lauch, wo­bei letz­te­rer die et­was dün­ne­re und mil­de­re Va­ri­an­te dar­stellt.

An Nährstoffen sind in Lauch die Mi­neral­stof­fe Ei­sen und Ka­li­um ent­halten, die bei­de für den Gesunderhalt un­se­res Or­ga­nis­mus ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len. Auch mit Vita­min C kann Por­ree punk­ten, wel­ches frei­lich beim Er­hit­zen zum größ­ten Teil ver­lo­ren­geht.

Kulinarische Verwendung:

Porree ist ei­ne der viel­sei­tigs­ten Zwie­bel­pflan­zen in der Kü­che und bringt mit sei­nem mil­den, leicht süß­lich-wür­zi­gen Aro­ma ei­ne fei­ne, aber cha­rak­ter­vol­le No­te in zahl­rei­che Ge­rich­te.

Roh geschnitten oder fein ge­hackt eig­net sich Lauch für her­zhaf­te Sa­la­te, Auf­stri­che oder als de­zen­te Wür­ze in Vinaigrettes. Ge­düns­tet, ge­bra­ten oder ge­schmort ent­fal­tet er sei­nen vol­len Ge­schmack in Sup­pen, Eintöpfen, Lau­ch­to­rten oder Quiches.

Als Basisgemüse bil­det Por­ree zu­sam­men mit Karot­ten und Sel­le­rie das aro­ma­ti­sche Grund­ge­rüst des klas­sisch fran­zö­si­schen »Mire­poix« – ide­al für Brü­hen, Sau­cen und Schmor­ge­rich­te. Ge­grillt oder ka­ra­mel­li­siert ent­wi­ckelt er ei­ne fei­ne Sü­ße, die her­vor­ra­gend zu Fisch, Ge­flü­gel oder leich­tem Risot­to passt.

Tipp: Besonders harmonisch wirkt Por­ree in Kom­bi­na­tion mit Kar­tof­feln, Kä­se oder ei­nem Hauch Mus­kat. Auch mit Ap­fel oder Bir­ne ent­steht ei­ne fei­ne Aus­ba­lan­cie­rung zwi­schen herz­haf­tem Grund­aro­ma und leich­ter Sü­ße – ei­ne stim­mi­ge Kom­po­si­tion aus Ge­nuss und Ge­sund­heit.

Kartoffeln alias Erd­äp­fel

– natürliche Energie, die schmeckt

Kartof­feln, in be­stimm­ten Re­gio­nen Deutsch­lands so­wie ei­ni­gen Nach­bar­län­dern auch als »Erd­äp­fel« oder »Grund­bir­nen« bzw. »Grum­bee­ren« (Pfalz)) und wei­te­ren Re­gio­nal­na­men be­kannt, ge­hö­ren wie auch To­ma­ten und Pap­ri­ka zur Fa­mi­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knol­len­frucht nach wie vor der Deut­schen liebs­te Bei­la­ge und das ist auch gar nicht schlecht.

Kartoffeln sind vi­ta­min- und mi­ne­ral­stoff­reich und da­bei noch ka­lo­ri­en­arm. Vor al­lem das Vi­ta­min-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutz­pflan­ze ent­hal­ten. Des wei­te­ren be­sit­zen die Knollen ei­nen ho­hen Ei­weiß­an­teil, der in Kom­bi­na­tion mit den in un­se­rem Re­zept ver­wen­de­ten Ei­ern sehr gut von un­se­rem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in kör­per­ei­ge­nes Ei­weiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wir­ken sich al­ler­dings stark auf den Blut­zu­cker aus, da die Stär­ke durch den Koch­vor­gang als na­he­zu rei­ne Glu­co­se im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartof­fel nach dem Koch­vor­gang er­kal­ten und ver­ar­bei­tet sie dann erst wei­ter, bil­det sich ei­ne »Re­sis­ten­te Stär­ke«, die sich we­sent­lich güns­ti­ger auf den Blut­zu­cker­spie­gel aus­wirkt. So wer­den z. B. Brat­kar­tof­feln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTE­TEN Kar­toffeln her­ge­stellt.

Kulinarische Verwendung:

Kartoffeln sind aus der Küche kaum weg­zu­den­ken – ob als cre­mi­ges Pü­ree, knusp­ri­ge Brat­kar­tof­feln, herz­haf­te Gra­tins oder fei­ne Sup­pen. Sie las­sen sich in un­zäh­li­gen Va­ria­tio­nen zu­be­rei­ten und pas­sen zu na­he­zu je­dem Ge­richt. Ihr zar­ter, neu­tra­ler Ge­schmack macht sie zu ei­nem idea­len Ba­sis­le­bens­mit­tel für leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss.

Butter bzw. »Gute Butter« und Butter­schmalz

– cremiger Genuss voller wert­voller Ome­ga-3-Fett­säu­ren

Nachdem But­ter üb­er Jahr­zehn­te hin­weg sys­te­ma­tisch schlecht­ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu stützen, ist sie zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlech­ten Ruf »frei­ge­spro­chen« wor­den – und das völ­lig zu Recht.

Butter besitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eb­en NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten.

Ge­gen­über Oli­ven­öl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­ punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, die Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga-3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga-3-Anteil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier können sich z. B. der deut­sche Markt­führer Ker­ry­gold so­wie ei­ne Hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­lität ihrer But­ter und den da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

Freilandhaltung vo­raus­ge­setzt, ver­dient But­ter ih­ren Na­men »Gu­te But­ter«, den ihr be­reits un­se­re Groß­el­tern ge­ge­ben ha­ben, al­so völ­lig zu Recht.

Butterschmalz

Wie auch Claudia und Jürgen in ih­ren Re­zep­ten mit But­ter­schmalz schrei­ben, gibt es vie­le Na­men für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Ba­sis­but­ter. Um den Be­griff »Ghee« wird seit ge­rau­mer Zeit ein Hy­pe ge­macht, da­bei han­delt es sich dabei um nichts an­de­res als eben brau­ne Butter.

Mit dem Begriff »Ghee« ist aller­dings auch eine Le­bens­phi­lo­so­phie ver­bun­den. Das hat auch die In­dus­trie er­kannt und so kommt es, dass man Ghee im Ver­kaufs­re­gal meist hö­her­prei­sig vor­fin­det als eben »ordinäres« But­ter­schmalz, das ja be­reits mehr als teu­er ge­nug ist.

Greifen Sie in diesem Fall al­so ru­hig zum But­ter­schmalz. Art­ge­rech­te Frei­land­hal­tung zur Er­zeu­gung des Roh­stoffs Butter vo­raus­ge­setzt, ist die­ser ei­ne eben­so gu­te und zu­dem preis­wer­tere Wahl.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

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