Omas Flädlesuppe bzw. Fri­tat­ten­sup­pe

»Omas Flädlesuppe« bzw. Fritattensuppe oder Pfannkuchensuppe

Das Suppenrezept ist ein echter Klassiker in der tra­di­tio­nellen, schwäbischen und badischen Küche. Ihren Namen verdankt sie den Eier­kuchenstreifen, eben den »Fritatten« oder »Flädle«, die zusammengerollt und in Streifen geschnitten als leckere Sup­pen­ein­lage verwendet werden.

Und wie (fast) immer, gibt es Rezeptvarianten. So kann man einen kräftigen Rinderfond als Basis der leckeren und wärmenden Suppe verwenden oder – ganz nach Vorliebe – alternativ auch einen aro­ma­ti­schen Gemüsefond. Ob mit Rinderfond oder mit Ge­mü­se­­fond: Schwäbische und badische Fläd­le­suppe ist nach wie vor eine tolle Rezeptidee aus Omas Kü­che.

Sommelíer Dominik Schanz empfiehlt als Weintipp zu unserem Rezept "Flädle­sup­pe bzw. Fri­tat­ten­sup­pe oder Pfann­kuchen­suppe" gemäß dem Leitsatz der Analogie einen frisch-aro­ma­ti­schen Rivaner (Müller-Thurgau) vom Kaiserstuhl aus Baden (siehe Weintipp rechts!) Wir wünschen wie immer einen Guten Appetit und wohl bekomm's!

Unsere Empfehlungen

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Original schwäbische Flädlesuppe - Rezept

Zutaten für 4 Personen:

Für den Einkaufszettel:

  • 1½ l selbstgemachte Rinder- oder Gemüsebrühe (alternativ a. d. Glas, wenn's schnell gehen muss)
  • 1 Bund Schnittlauch oder Petersilie (oder Beides)
  • 1 Prise Muskatnussabrieb
  • 1–2 TL Salz
  • etwas fein gemahlener Pfeffer

Für die Flädle bzw. Fritatten oder Pfannkuchen:

  • 150 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 3 Eier Größe »M«
  • ½ TL Salz
  • etwas Butterschmalz zum Ausbraten

Für selbstgemachte Gemüsebrühe:

  • 3,5 l Wasser
  • 2 Möhren
  • 1 Stück Knollensellerie
  • 1 große Stange Lauch bzw. Poree
  • 10–12 schwarze Pfefferkörner
  • 1 kleine weiße Zwiebel
  • 2 kleine Lorbeerblätter
  • 2 Nelken
  • 1 Bund Petersilie
  • 1–2 TL Salz

Das benötigt man zusätzlich:

  • 1 Küchentuch oder feinmaschiges Sieb zum Passieren des Fonds

Zubereitung:

1) Für die selbstgemachte Brühe - wir haben uns für Ge­mü­se­brü­he entschieden - Wasser in ei­nem aus­rei­chend großen Topf er­hitz­en. Zutaten hin­zu­fü­gen und 30 Min. ko­chen. Hitze run­ter­schal­ten, nach 1 Std. ausschalten und die Brühe mindestens noch eine wei­tere Stunde ziehen lassen. Je länger, desto bes­ser!

Hier geht's zum Grundrezept für Gemüsebrühe »

Hier geht's zum Grundrezept für Rinderbrühe »

2) Pfannkuchen für die Flädle bzw. "Eierkuchenstreifen" gemäß unserem Rezept zubereiten.

Hier geht's zum Pfannkuchenrezept »

3) Pfannkuchen nach dem Abkühlen zusammenrollen und in "Eierkuchenstreifen" schneiden.

4) Gemüse putzen und ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Flädle und Gemüsestreifen in die heiße Brühe geben und kurz ziehen lassen.  Flädlesuppe mit Pfeffer und Salz sowie einer Prise Muskatnussabrieb abschmecken und sofort servieren.

Nährwert- & Gesundheitsanalyse

Getreide

Entgegen häufiger Aussagen, besitzt Getreide KEINE große Mengen an pflanzlichem Eiweiß. Dafür deckt es durch seinen in Bezug auf 100 g hohen Anteil an Kohl­en­hy­dra­ten, fast ein Drittel des täglichen Ballast­stoffanteils, bei gleichzeitig sehr geringem Fettgehalt. Für diejenigen, die auf Fleisch verzichten möchten, also Vegetarier und Veganer, liegen Getreideprodukte "voll im Trend" und sind ein fester Bestandteil des Speiseplanes geworden. Für Menschen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, ist Getreide allerdings ungeeignet. Auch Diabetiker oder "Low-Carb-Jünger" halten sich wegen des hohen Anteils an Kohlenhydraten besser zurück.

Hühnereier

Hühnereier besitzen durchschnittlich 7 g Proteine und damit einen hohen Gehalt der biologisch wertvollen Substanzen. Biologisch wertvoll deshalb, da die im Ei ent­hal­ten­en Proteine einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren, mit einem sehr guten Gleichgewicht aufweisen. Der Proteingehalt eines Hühnereis wird deshalb als Referenzwert angesehen. Ein Vergleich mit anderen Lebensmitteln macht dies deutlich: Zwei Hühnereier enthalten dieselbe Menge an Proteinen wie bspw. 100 g Fisch 100 g Fleisch.

Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g genau so hoch, wie der Proteingehalt, es ist vor allem im Eigelb und weniger im Eiweiss enthalten. Bei den Fettsäuren im Ei handelt es sich zu zwei Drittel um ungesättigte Fettsäuren. Etwas in Verruf, kam eine zeitlang der Verzehr von Ei aufgrund seines - mit ca. 180 mg - recht hohen Cholesteringehalts, was man jedoch auf keinen Fall überbewerten sollte, da solche Warnungen und Einstufungen meist gewissen Trends unterliegen und sich somit auch wieder ändern können. Zudem besitzen Hühnereier einen hohen Vitamin A, D und E-Anteil und enthalten die Spurenelemente Eisen und Zink.

Poree bzw. Lauch

Allium porrum, auch „Lauch“ oder „Porree“ genannt, ist eine krautige Pflanze und gehört zur Familie des aus dem Mittelmeerraum stammenden Ackerlauchs. Geschmacklich, ist sie eine milde Variante der Zwiebel und des Knoblauchs. Da das Zwiebelgemüse winterfest ist, wird es in Deutschland gerne und oft im heimischen Garten angebaut. Unterschieden wird zwischen Winterlauch und Sommerlauch, wobei letzterer die etwas dünnere und mildere Variante darstellt.

An Nährstoffen sind in Lauch die Mineralstoffe Eisen und Kalium enthalten, die beide für den Gesunderhalt unseres Organismus eine wichtige Rolle spielen. Auch mit Vitamin C kann Porree punkten, welches freilich beim Erhitzen zum größten Teil verlorengeht.

Karotten, Möhren bzw. "Gelbe Rüben"

Die in Deutschland sehr beliebten und in der Küche viel­sei­tig verwendbaren Möhren bzw. Mohrrüben, ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­­ne­­ral­­stof­­fen und Spu­ren­­ele­­men­­ten wie Ka­­li­um, Phos­­phor, Kal­zi­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­­vi­­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­­ta­min A) vor­­kommt. Vitamin A un­­ter­­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht und wirkt sich po­­­s­i­­tiv auf un­­­ser Im­­mun­­sys­­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kön­nen am bes­­ten vom Kör­per ab­sor­biert wer­den, wenn man es zu­­sam­­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

Kerntemperaturen und »Slow Cooking« – der neue (alte) Trend

– durch ein Braten-Kern­ther­mo­me­ter Fleisch und Fisch op­ti­mal ga­ren

Die wich­tigs­ten Gar­gra­de und de­ren em­pfoh­le­ne Kern­tem­pe­ra­tu­ren. So ga­ren Sie Rind, Kalb, Lamm, Wild, Schwein, Fisch und Ge­flü­gel per­fekt auf den Punkt. Wis­sens­wer­tes über: »Slow Coo­king – der neue (alte) Trend« und wert­vol­le Hin­ter­grund­in­fos zum The­ma Lang­zeit­ga­ren er­gän­zen un­se­ren Bei­trag.

Kerntemperaturen und Slow Cooking

Slow Cooker / Schongarer

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  • Fassungsvermögen 3,5 l – ideal für 2–3 Personen
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Basiswissen: Brattemperaturen für Öle und Fette

Alarmstufe Rot: Rauchtemperatur erreicht!

Wenn es in der Pfanne raucht, ist das ein untrüglicher Hinweis darauf, dass die maximal nutzbare Brat­tem­pe­ra­tur des Öls oder Fetts überschritten wurde. Dieser Zustand wird als »Rauch­punkt« be­zeich­net, gemessen wird die kri­ti­sche Tem­pe­ra­tur in Grad Cel­sius.

Verschiedene Öle und Fette im Vergleich

Mit viel Rechercheleistung hat das Team von "Ger­ne­kochen – Mit Wein ge­nie­ßen" eine Tabelle mit den am häu­figs­ten ver­wen­de­ten Ölen und Fetten zu­sam­men­ge­stellt. Was geht und was nicht?

Unsere »Brattemperaturen für Öle und Fette-Tabelle« liefert die Antworten und einen aufschlussreichen Überblick.

Brattemperaturen für Öle u. Fette
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