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Trachanás mit Ziegenwürstchen und Feta
– Trachanás me loukánika katsikísia kai feta
Trachanás mit Ziegenwürstchen und Feta
Die Basiszutat für unser Rezept bildet Trachanás, was man modern betrachtet durchaus als »griechische Pasta« verstehen kann. Traditionell wurde Trachanás als Brei oder Suppe zubereitet. Hergestellt aus alten, einheimischen Getreidesorten, war Trachanás in Griechenland ein sogenanntes »Arme-Leute-Essen«. Billig herzustellen, mit hohem Sättigungsgrad, eignete sich der Reis bestens für die tägliche Nahrungsaufnahme. Kulturhistorisch gesehen war Getreidebrei aus Hirse oder Gerste nicht nur in Europa über viele Epochen eine weit verbreitete Mahlzeit. Auch auf anderen Kontinenten, wie z. B. Afrika, war und ist Getreidebrei ein prägendes Kulturgut.
Wir haben unsere Rezeptvariante modern interpretiert und im Prinzip wie ein Risotto zubereitet. Eine cremige geschmackliche Komponente zu unserem griechischen »Pasta-Gericht« bildet Feta, den wir direkt im Garvorgang, zusammen mit dem Trachanás, verarbeitet haben. Feta verlieh unserem »Slow-Food-Gericht« eine feine, cremige Note. Zusammen mit den anderen Zutaten (Tomaten, Oliven und Rucola alias Rauke) entstand so ein herrliches Aromenspiel auf dem Gaumen.
Sonjas Ziegenfarm »Zur lachenden Ziege«
Das Reis-Gericht eignet sich durchaus auch solo als sättigende Hauptmahlzeit. Wir haben jedoch die Grillsaison genutzt und unser Trachanás-Rezept noch mit delikaten Ziegenwürstchen kombiniert. Unsere Freundin und Portalspartnerin Sonja Girndt hat uns mit allerbester Fleischqualität versorgt, garantiert ohne bedenkliche, industrielle Zusatzstoffe, naturbelassen, so wie wir es gemäß unserer Clean Eating-Philosophie » praktizieren.
Zu »Trachanás mit Ziegenwürstchen und Feta« harmoniert ein »Roditis«, ein fruchtbetonter, trockener Retsinawein der »Neuen Generation« aus Nemea, Peloponnes, Griechenland. Einfach mal auf unser »Weintipp-Icon« tippen und mehr erfahren. Kalí órexi – wir wünschen wie stets einen guten Appetit und: Wohl bekomm's!
Trachanás-Rezept mit Ziegenwürstchen und Feta
Zutaten für 4 Personen
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Für den Einkaufszettel:
- 4–8 Ziegenwürstchen, je nach Größe und Gewicht (ersatzweise eignet sich z. B. »Salsiccia«)
- 240 g Trachanás Xinos (Lässt sich geschmacklich nicht ersetzen!)
- 400 ml Ziegenmilch (ersatzweise Kuhmilch)
- 400 ml Hühnerbrühe alias Geflügel-Fond
- 250 g Feta, zerbröckelt
- 100 g Mini-Rispen- oder Kirschtomaten
- 100 g ungefärbte Kalamata-Oliven
- 250 g Rucola
- ca. 30 ml bestes Olivenöl, nativ-extra zum Anbraten des Trachanás
- ca. 50 ml bestes Olivenöl, nativ-extra zum Braten der Zutaten
- 45 g Butter
- etwas Salz und
- Pfeffer aus der Mühle
Unsere Genuss-Empfehlung:
Zubereitungs-Tipp: Wir haben unser Trachanás quasi wie ein Risotto zubereitet. In Olivenöl und Butter angebraten, entstehen herrliche Röstaromen die dem Trachanás eine ganz besondere geschmackliche Note nach Nussaromen verleihen.
Feta PDO von ARVANITI
Produzent: Arvaniti A.E., Thessaloniki, Griechenland
Typus: weißer, halbfester Käse
Milchsorte: Mischkäse aus Schafs- und Ziegenmilch
Feta PDO von ARVANITI
Geschmack: Authentischer Feta-Käse aus frischer, pasteurisierter Schafs- und Ziegenmilch geschützter Ursprungsbezeichnung (PDO). Der Arvaniti Feta ist von exzellenter Qualität mit einer leichten Säure und vollem Aroma. Der weiche, weiße Käse hat eine solide Struktur und ist einfach zu schneiden. Er kann auf vielseitige Art genossen werden: zu griechischem Salat, in Spinattaschen und Omelett oder als Vorspeise mit Olivenöl und Majoran.
Was ist Feta PDO?
Was hat es mit dem Begriff »PDO« (engl. Bezeichnung) bzw. »GU« (dt. Bezeichnung) und »DOP« (ital. Bezeichnung) auf sich? Gernekochen – Mit Wein genießen war im Mai 2019 auf »Feta-Expedition« in Griechenland und hat sich vor Ort informiert.
Zubereitung:
1) Rucola abbrausen und trockenschütteln. Die Hälfte davon mit etwas Olivenöl, Pfeffer und Salz zu einem Salat verarbeiten. Rispen-Tomaten waschen, vierteln und mit einem scharfen Messer den weißen Strunk entfernen. Feta mit der Hand zerbröckeln. Restliche Zutaten bereitstellen.
2.1) 15 g Butter und Olivenöl und in einen großen Topf geben und mittelstark (Cooking Chef 140°, Stufe 1) erhitzen.Trachanás hinzufügen und ca. 2 Min. (Cooking Chef 140°, Stufe 2) auf mittlerer Hitze umrühren, bis der Trachanás mit dem Bratfett überzogen und leicht gebräunt ist.
2.2) Je 100 ml heiße Milch und siedende Brühe zufügen, Hitze reduzieren (Cooking Chef 100°, Stufe 2) und Trachanás in 5–6 Sekunden-Intervallen regelmäßig umrühren, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Das fleissige Rühren ist unerlässlich, da der Reis sonst am Topfboden kleben und anbrennen würde. (Bei unserer Zubereitung hat diese Arbeit die 'Cooking Chef' übernommen.) Ist keine Flüssigkeit mehr im Topf, je weitere 100 ml Fond zugießen und ständig weiterrühren. Danach die restliche Flüssigkeit nur noch schlückchenweise zugeben. Der Trachanás soll leicht feucht, aber nicht mehr flüssig sein.
2.3) Nach dem Fertiggaren zerbröckelten Feta und noch die restliche Butter unterrühren. Trachanás mit etwas gemahlenem Pfeffer abschmecken.
3) Olivenöl in einer beschichteten Schmorpfanne mittelstark erhitzen. Zuerst Tomaten und Oliven darin anbraten. Dann noch den beiseite gelegten Rucola zufügen und nur ganz kurz mitbraten. Der Rucola fällt nach wenigen Sekunden in der Pfanne zusammen. Für eine schöne Tellerdeko haben wir ihn deshalb mit dem restlichen, als Salat zubereiteten Rucola, kombiniert.
4) Unsere Ziegenwürstchen lassen sich grillen oder braten. Wir haben unseren Grill auf höchste Temperatur erhitzt, die Würstchen von allen Seiten scharf angebraten und sie dann auf indirekter Hitze langsam fertig gegart. So blieben sie schön saftig.
Nährwert- & Gesundheitsanalyse
von Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Trachanás
– einfach und traditionell, reich an Nährstoffen
👉 »Trachanás« (oder Tarhana) ist eine traditionelle, getrocknete Mischung aus
- Getreide und
- fermentierten Milchprodukten
wie Milch oder Joghurt, die vor allem in der griechischen und türkischen Küche als Grundlage für nahrhafte Suppen verwendet wird.
Mehl bzw. Getreide
– Energielieferant mit Köpfchen
Entgegen häufiger Aussagen besitzt Getreide keine großen Mengen an pflanzlichem Eiweiß. Dafür punktet es mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten und deckt – bezogen auf 100 g – fast ein Drittel des täglichen Ballaststoffbedarfs, bei gleichzeitig sehr geringem Fettgehalt.
Darüber hinaus liefert Getreide wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink – wichtige Komponenten für Muskel- und Nervenfunktionen – und beinhaltet Vitamine der B-Gruppe, die unseren Stoffwechsel unterstützen.
Für Menschen, die auf Fleisch verzichten möchten, also Vegetarier und Veganer (bei veganer Ernährung: Pasta secca ohne Ei!), liegt Getreide damit voll im Trend und ist ein fester Bestandteil des modernen Speiseplans geworden.
Für Personen mit Glutenunverträglichkeit ist Getreide jedoch ungeeignet. Auch Diabetiker oder Low-Carb-Anhänger halten sich wegen des hohen Kohlenhydratanteils besser zurück.
Kulinarische Verwendung:
Getreide bildet die Basis unzähliger Speisen und ist einer der wichtigsten Grundbausteine unserer Ernährung. In Form von Mehl dient es als Hauptzutat für Brot, Brötchen, Kuchen, Pasta, Pizzateig und Backwaren aller Art.
Als ganzes Korn, gequollen oder gekocht, wird es in Salaten, Aufläufen, Suppen oder vegetarischen Bratlingen verwendet. Gemahlen, geröstet oder als Flocken und Brei (z. B. Hafer, Dinkel, Hirse oder Bulgur) eignet es sich für eine vollwertige Frühstücks- oder Beilagenküche.
In der modernen Ernährung gewinnen alternative Mehlsorten – etwa aus Hafer, Hirse, Reis, Buchweizen oder Mandeln – zunehmend an Bedeutung, da sie glutenfrei und oft mineralstoffreicher sind. Dadurch lässt sich klassische Backkunst mit individuellen Ernährungsformen verbinden.
Griechischer Joghurt
– vollmundiger, cremiger Genuss mit wertvollem Eiweiß
Griechischer Joghurt vs. »Joghurt griechischer Art«
Joghurt – der Eiweißlieferant
»Original griechischer Joghurt« weist gegenüber dem deutschen Molkereierzeugnis mit der Bezeichnung »Joghurt griechischer Art« einen wesentlich höheren Fettgehalt auf. Dieser kann bis zu 10 Prozent betragen. Das macht ihn zwar gehaltvoller, aber auch geschmackvoller und cremiger in seiner Konsistenz. Der Import aus Griechenland macht also Sinn!
Kulinarische Verwendung:
Kulinarisch ist griechischer Joghurt vielseitig einsetzbar. Klassisch als Dessert, wie z. B. Joghurt mit Honig oder in der Kombination mit Früchten wie z. B. Erdbeeren oder Aprikosen: Aprikosencreme mit griechischem Joghurt ».
Das griechischer Joghurt aber nicht allein als Dessert oder gesunder Teil eines Frühstücks sein muss, zeigt unser Kartoffelsalatrezept.
Ziegenfleisch
– aromatischer und fettarmer Proteinlieferant
Ziegenfleisch
Ziegenfleisch ist ein besonders mageres und zugleich proteinreiches Fleisch, das in der deutschen Küche noch immer eher ein Nischendasein führt. Mit seinem hohen Anteil an hochwertigem Protein und dem vergleichsweise geringen Fettgehalt ist es jedoch aus ernährungsphysiologischer Sicht durchaus interessant. Zudem liefert Ziegenfleisch beachtliche Mengen an Eisen und Zink sowie mehrere B-Vitamine. Besonders hervorzuheben sind Vitamin B12, Riboflavin (Vitamin B2) und Niacin (Vitamin B3), die an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind. Auch der Gehalt an Vitamin B6 ist erwähnenswert. Mit seinem günstigen Verhältnis von Protein zu Fett stellt Ziegenfleisch damit eine nährstoffreiche Alternative zu anderen roten Fleischsorten dar.
Kulinarische Verwendung
Ziegenfleisch besitzt je nach Alter des Tieres einen mildwürzigen bis kräftigeren, leicht wildartigen Geschmack. Das Fleisch jüngerer Ziegen ist besonders zart und eignet sich zum Braten und Grillen, während älteres Fleisch durch längeres, schonendes Schmoren an Aroma und Zartigkeit gewinnt. Besonders gut harmoniert Ziegenfleisch mit kräftigen Kräutern und Gewürzen, Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln und Paprika. Auch in Currys, Ragouts und herzhaften Eintöpfen kommt sein eigenständiges Aroma gut zur Geltung. Magere Teilstücke sollten allerdings nicht zu lange gegart werden, da sie sonst trocken werden können.
Feta bzw. Schaf- oder Schaf-Ziegen-Mischkäse
– frisch-würziger Genuss mit geballter Nährstoffpower
Feta, der traditionelle griechische Salzlakenkäse, wird überwiegend aus Schafmilch oder einer Mischung aus Schaf- und Ziegenmilch hergestellt. Während im Griechischen »Feta« übersetzt ins Deutsche eigentlich nur »Scheibe« bedeutet, ist die Namensgebung in Griechenland und weit darüber hinaus immer schon ein Synonym für den beliebten Käse gewesen. Doch nicht immer war Feta drin, wenn »Feta« draufstand.
(Tipp: Unsere 6-teilige Artikelserie Griechische Käsesorten » könnte Dich auch interessieren.)
Um den Verbraucher zu schützen, ist es aber nun schon seit vielen Jahren gesetzlich geregelt, dass nur authentischer Feta aus Griechenland sich Feta nennen darf. Zu erkennen ist er an einem orangegelben Siegel mit der Bezeichnung »PDO« für »Protected Designation Of Origin« bzw. »G. U.« für »Geschützte Ursprungsbezeichnung«.
In unserer Griechenland-Reisereportage kannst Du mehr darüber erfahren: Feta PDO – Let's get real! »
Schaf- und Ziegenkäse, die wohl ältesten Käse der Welt, schmecken nicht nur ausgesprochen gut, sondern sind zudem auch noch gesund.
Beide sind reich an hochwertigem Eiweiß und enthalten wichtige Vitamine wie B2 (Riboflavin) und B12 sowie fettlösliche Vitamine wie A und D. Darüber hinaus liefern sie wertvolle Mineralstoffe, insbesondere Calcium, Phosphor und Zink, die für Knochen, Zähne und Stoffwechselprozesse von zentraler Bedeutung sind.
Besonders der hohe Calciumgehalt macht sie zu einem wichtigen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung – bereits 50 g können etwa ein Drittel des Tagesbedarfs decken.
Zudem ist Feta von Natur aus laktosearm und damit für viele Menschen gut verträglich. Sein geringer Laktoseanteil entsteht durch die Fermentation in Salzlake.
Geschmacklich überzeugt Feta durch sein frischwürziges Aroma, das durch den hohen Anteil an Schafmilchfett und die spezielle Fermentation geprägt wird. Sein Gehalt an Vitamin B12 und sein hochwertiges Eiweiß machen ihn – wie andere tierische Lebensmittel – zu einem wichtigen Baustein in einer ausgewogenen Ernährung.
Bemerkenswert ist zudem der vergleichsweise hohe Natriumgehalt, der durch die Reifung in Salzlake entsteht. Geschmacklich überzeugt Feta durch sein würzig-frisches Aroma, das durch den hohen Anteil an Schafmilchfett und die spezielle Fermentation geprägt wird.
Kulinarische Verwendung:
Feta ist in der Küche ein wahres Multitalent – ob klassisch im griechischen Salat, überbacken mit Tomaten und Oliven im Ofen, als cremige Füllung in Pasteten und Gemüse oder als würziges Topping zu gegrilltem Gemüse. Sein frischer, leicht salziger Geschmack verleiht vielen Gerichten einen Hauch von Mediterranem Genuss und unterstützt eine gesunde, ausgewogene Ernährung.
Tipp: Wenn Du mehr über Feta und weitere beliebte griechische Käsesorten erfahren möchtest, dann schau Dir unseren Fachartikel dazu an.
Griechische Käsesorten und WeineTomaten alias Paradeiser
– sonnengereift, gesund und voller Geschmack
Außer einem hohen Wasseranteil enthalten Tomaten viele sekundäre Pflanzenstoffe wie auch verschiedene Mineralstoffe. Besonders Kalium stellt für den Menschen einen wichtigen gesundheitlichen Faktor für eine ausgewogene Ernährung dar, da Kalium für die Regulation des Blutdrucks, aber auch für Muskeln und Nerven ein wertvoller Initiator ist.
Erhitzt gesünder als roh
Zudem sind Tomaten einige der wenigen Gemüsesorten, deren gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe sich durch Erhitzen verbessern, statt sich zu verschlechtern. Gemeint sind die in Tomaten enthaltenen Polyphenole, sogenannte Antioxidantien, wirksame Fänger der zellschädigenden »freien Radikalen«, die – sobald aktiv – ihrem Namen alle Ehre machen.
Hervorzuheben ist in diesem Bezug der in Tomaten reichlich enthaltene, zur Familie der Carotinoide gehörende Farbstoff Lycopin. Dieser Farb- bzw. Wirkstoff allein ist bereits ein guter Grund, regelmäßig Tomaten auf den Speisezettel zu stellen. Natürlichen Nährboden bei der Aufzucht der Tomaten voraussetzend!
Kulinarische Verwendung:
Tomaten sind die Allrounder der mediterranen Küche und bilden die Basis zahlreicher Klassiker – von Pasta- und Pizza-Saucen über Suppen und Eintöpfe bis hin zu frischen Salaten.
Roh entfalten sie ihr volles Aroma besonders in Caprese (mit Mozzarella, Basilikum und Olivenöl) oder in sommerlichen Tomatensalaten mit roten Zwiebeln und Balsamico. In Kombination mit Kräutern wie Thymian, Oregano und Rosmarin entstehen aromatische Dressings oder Bruschetta-Beläge.
Durch Erhitzen intensiviert sich der Geschmack und das wertvolle Lycopin wird besser verfügbar – ideal in Tomatensaucen, Ratatouille, Shakshuka oder als Grundlage für Risotto und Gemüsepfannen. Im Ofen langsam geschmorte oder getrocknete Tomaten entwickeln ein tiefes, süß-würziges Aroma, das besonders gut zu Fleisch, Fisch oder Antipasti passt.
Auch in der feinen Küche spielen sie eine Rolle – etwa als Tomatenconsommé, Sorbet oder Tatar aus confierten Tomaten.
Tomaten stehen somit für Sonnenreife, mediterrane Frische und gesunden Genuss, der in nahezu jeder Küche der Welt seine kulinarische Heimat gefunden hat.
Rucola alias Rauke
– aromatischer Genuss für eine gesunde, mediterrane Küche
Rucola, oft auch als Rauke bekannt, zählt zur Familie der Kreuzblütler und ist mit Senf und Kohl verwandt. Seine langen, tief eingeschnittenen Blätter und das intensiv-würzige, leicht nussige Aroma machen ihn zu einem charakteristischen, unverwechselbaren Kraut in der mediterranen Küche.
Sein Geschmack stammt von den enthaltenen Senfölen, die nicht nur für seine Schärfe, sondern auch für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften verantwortlich sind. Rucola ist reich an Vitamin C, Calcium, Eisen und Folsäure. Daneben liefert er wertvolle Sekundärstoffe wie Flavonoide und Glucosinolate, die als natürliche Zellschutzstoffe gelten und das Immunsystem unterstützen können.
Wie bei vielen Wildkräutern gilt auch hier: In Maßen genossen bleibt Rucola ein gesunder Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung.
Auf-Bio-Qualität achten
Sein Nitratgehalt kann – je nach Anbau und Saison – recht hoch sein, weshalb frische und möglichst biologische Ware zu bevorzugen ist.
Kulinarische Verwendung:
Rucola verleiht Salaten, Pastagerichten, Pizza oder Risotto einen frischen, leicht scharfen Akzent. Besonders in Kombination mit Parmaschinken, Parmesan und Tomaten entfaltet er sein volles Aroma. Auch als Pesto-Grundlage oder kurz mitgebraten in warmen Gerichten bleibt Rucola ein idealer Aromaträger, der Genuss und Gesundheit auf natürliche Weise verbindet.
Oliven und Olivenöl
– das Herz der Mittelmeerküche
Geschwärzte Oliven solltest Du vermeiden!
Diese enthalten Eisengluconat (Eisen(II)-gluconat, E-579). Fügt man diesen sogenannten »Lebensmittelzusatzstoff« den Oliven hinzu, kommt es zu einem Oxidationsvorgang, der die einheitlich schwarze Färbung der Oliven bewirkt. Interessant und sehr bemerkenswert:
Als Grundlage von geschwärzten Oliven dienen nicht schwarze, sondern grüne Oliven.
Ob nicht allein schon diese Tatsache eine Täuschung der Verbraucher darstellt, soll jeder für sich selbst entscheiden.
Nur die halbe Wahrheit …
Zwar gilt E-579 offiziell als gesundheitlich unbedenklich, die entstehenden Wechselwirkungen beim Oxidationsprozess werden bei dieser Einstufung jedoch nicht berücksichtigt. Das durch den vorgenannten Oxidationsprozess entstehende
»Acrylamid« besitzt eine merkliche akute orale Toxizität,
ist also alles andere als gesundheitlich unbedenklich. Ganz im Gegenteil: Wer Acrylamid regelmäßig verzehrt (Tiefkühl-Pommes lassen grüßen), setzt sich dadurch einem erhöhten Risiko aus, an Krebs zu erkranken.
Ungefärbte schwarze Oliven erkennt man daran, dass ihre Farbgebung zwischen hellen und dunklen Schwarz- und Brauntönen variiert.
Geschwärzte Oliven erkennt man an ihrer einheitlichen, tiefschwarzen Färbung, wie sie in der Natur so nicht vorkommt.
Natürliche, also ungefärbte schwarze Oliven sind voll ausgereifte grüne Oliven. Noch grüne Oliven enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe, aber eben auch mehr Wasser als die schwarzen. Zudem besitzen sie gegenüber den Schwarzen einen wesentlich höheren Anteil wertvoller, einfach ungesättigter Fettsäuren.
Und ebenso wichtig, da es hier ja nicht allein um Gesundheit, sondern auch um Genuss geht: Geschwärzte Oliven schmecken anders und bei weitem nicht so gut wie naturbelassene Oliven!
Olivenöl in Premium-Qualität
Nicht nur ich, sondern unser ganzes Team », begeistert sich für gutes, also hochwertig erzeugtes Olivenöl. Ja, mehr noch, man kann uns als echte »Olivenöl-Fans« bezeichnen.
Das liegt in erster Linie am hervorragenden Geschmack von gutem Olivenöl, aber auch an einem zweiten, ebenso wichtigen Aspekt, denn bei näherer Betrachtung besitzt Olivenöl ein geballtes Bündel an positiven Eigenschaften, die unserem Körper helfen, gesund zu bleiben.
So verfügt Olivenöl neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen über zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Die positiven Wirkungen dieser Stoffe auf unseren Organismus beginnt die Wissenschaft erst langsam zu verstehen.
Einige von Ihnen werden erst durch die Verstoffwechselung im Darm durch unsere Darmbakterien richtig aktiv und begünstigen so zahlreiche positive biologische Wirkungen. Z. B. sind sie antibakteriell, antioxidativ (ähnlich den Vitaminen) und dabei in einem so hohen Maß entzündungshemmend, dass sie dabei teilweise sogar den Vitaminen weit überlegen sind.
Ist das nicht wunderbar? Gesundes kann so lecker sein. Aber ich betone ausdrücklich: Alle positiven Wirkungen bekommt man nur bei Olivenöl bester Qualität. Und die bekommt man eben nicht für 4,50 Euro beim Discounter. Darüber sollte man sich im Klaren sein.
Butter alias Gute Butter
– cremiger Genuss voller wertvoller Omega-3-Fettsäuren
Nachdem Butter über Jahrzehnte hinweg systematisch schlechtgeredet wurde, ohne dies auf wissenschaftliche Studien zu stützen, ist sie zwischenzeitlich von ihrem schlechten Ruf »freigesprochen« worden – und das völlig zu Recht.
Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit behauptet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Butter enthalten.
Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Plus punkten: Abhängig von der Nahrung, die Kühe zu sich nehmen, besitzt Butter die für den Menschen zwingend erforderlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Freilandhaltung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Omega-3-Anteil in der Milch und deren Produkten.
Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Kerrygold sowie eine Handvoll weiterer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und den darin enthaltenen gesunden Fettsäuren ganz klar aus der Menge der Butterproduzenten hervorheben.
Freilandhaltung vorausgesetzt (gem. Bio-Verordnung mindestens 120 Tage im Jahr), verdient Butter ihren Namen »Gute Butter«, den ihr bereits unsere Großeltern gegeben haben, also völlig zu Recht.
Butterschmalz
Wie auch Claudia und Jürgen in ihren Rezepten mit Butterschmalz schreiben, gibt es viele Namen für »Braune Butter«, die vom Milcheiweiß befreite (geläuterte) Variante der Basisbutter. Um den Begriff »Ghee« wird seit geraumer Zeit ein Hype gemacht, dabei handelt es sich dabei um nichts anderes als eben braune Butter.
Mit dem Begriff »Ghee« ist allerdings auch eine Lebensphilosophie verbunden. Das hat auch die Industrie erkannt und so kommt es, dass man Ghee im Verkaufsregal meist höherpreisig vorfindet als eben »ordinäres« Butterschmalz, das ja bereits mehr als teuer genug ist.
Greifen Sie in diesem Fall also ruhig zum Butterschmalz. Artgerechte Freilandhaltung zur Erzeugung des Rohstoffs Butter vorausgesetzt, ist dieser eine ebenso gute und zudem preiswertere Wahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oecotrophologe)