Kürbis-Risotto mit Ziegen­würst­chen

– Risotto di zuc­ca con sal­sic­cia di cap­ra

Kürbis-Ri­sot­to mit Zie­gen­würst­chen

Bei ei­nem Ri­sot­to ist es wie bei Pas­ta oder Piz­za: Man kann ganz nach per­sön­li­cher Vor­lie­be Zu­ta­ten kom­bi­nie­ren. Da wir ger­ne Kü­rbis es­sen und die Kür­bis­zeit nun an­ge­fan­gen hat, soll­te Kür­bis ei­ne Ba­sis­zutat un­se­res Ri­sot­to wer­den. Ent­schie­den ha­ben wir uns für Hok­kaido-Kür­bis. Er schmeckt be­son­ders gut und zu­dem kann man ihn mit Scha­le ver­wen­den. Kom­bi­niert ha­ben wir ihn mit cre­mi­gen Zie­gen-Frisch­käse, den wir di­rekt von der Er­zeu­ge­rin, un­se­rer Por­tals­part­ne­rin Son­ja Girndt, in ih­rem Zie­gen-Hof­la­den be­kom­men konn­ten.

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Als wei­te­re, ge­schmacklich raf­fi­nier­te Zu­tat ka­men noch Cran­ber­ries ins Spiel. Et­was fri­sche Pe­ter­si­lie so­wie die Ri­sot­to-Ba­sis­zu­ta­ten Zwie­bel, Knob­lauch und Par­me­san, run­de­ten un­se­re Zu­ta­ten­lis­te für un­se­re Ri­sot­to-Krea­tion ab.

Der Herbst steht vor der Tür, aber der Som­mer ist noch nicht ver­ges­sen. So ha­ben wir kur­zer­hand den Grill an­ge­schmis­sen und un­ser herz­haf­tes Kür­bis-Ri­sot­to mit def­ti­gen Zie­gen­würst­chen kom­bi­niert. Ei­ne traum­haft le­cke­re Kom­bi­na­tion die uns in stum­mer An­dacht ver­fal­len ließ und ein zu­frie­de­nes Dau­er­grin­sen ins Ge­sicht zau­ber­te. Al­ter­na­tiv könn­ten wir uns aber auch Lamm­ko­te­letts sehr gut zu un­se­rem spe­zi­el­len Kür­bis-Ri­sot­to vor­stel­len.

Zu unseren »Kürbis-Risotto mit Zie­gen­würst­chen« em­pfeh­len wir ei­nen frucht­fri­schen, cre­mi­gen Char­don­nay des Wein­guts Ale­xan­der Laib­le aus der Or­te­nau (sie­he Ger­ne­ko­chen-Wein­tipp!). Wir wün­schen wie im­mer ei­nen Gu­ten Ap­pe­tit und wohl be­komm's!

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Rezept Kürbis-Risotto

Zutaten für 4 Personen:

Für den Einkaufszettel:
  • 400 g Hokkaido-Kürbis
  • 240 g original italienischer Risotto z. B. Arborio, Car­na­ro­li oder Via­lo­ne. Ver­wen­den Sie auf je­den Fall ei­nen ori­gi­nal ita­lie­ni­schen Ri­sot­to, kei­ne bil­li­gen Imi­ta­te. Nur so, er­hal­ten Sie ein wirk­lich gu­tes Er­geb­nis.
  • 100 g Ziegenfrischkäse, am besten vom Hofladen
  • 50 g getrocknete Cranberries
  • 2 kleine Schalotten
  • 1–2 Knoblauchzehen, je nach Größe
  • 45 g Butter
  • 40 ml Olivenöl
  • 60 g (6 EL) fein geriebener Parmesan
  • 800 ml Gemüse- oder Geflügelfond
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 1 kleiner Bund Petersilie
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Als Beilage zu unserem Kürbis-Risotto passen:

  • Ziegenwürstchen
  • Lammwürstchen oder
  • Lammkoteletts

Gernekochen – Mit Wein ge­nie­ßen-Tipp:

»Acquerello« – Superfino Carnaroli

Produzent: Rondolino, Piemont, Italien
Farbe/Typus: gewässerter und lang­zeit­ge­la­ger­ter Ri­sot­to­reis
Sorte: Carnaroli

Bezugsquelle: Erhältlich im Online-Handel!

Zubereitung:

1) Kürbis waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Cran­ber­ries in lau­war­mem Was­ser ein­wei­chen. Zwiebel und Knoblauch pel­len. Zwiebel in fei­ne Spal­ten schnei­den, Knob­lauch fein ha­cken. Petersilie ab­brau­sen und tro­cken­schüt­teln. Dicke und harte Stiele entfernen. Petersilie klein ha­cken. Par­me­san mit einer fei­nen Küchenreibe klein reiben. Rest­­li­­che Zu­­ta­­ten be­­reit­­­stel­­len.

2.1) Schmorpfanne oder Topf mit 15 g But­ter und Oli­ven­öl mit­tel­stark er­hitzen. Kürbiswürfel zu­fü­gen und un­ter ge­le­gent­li­chem Wen­den 6–8 Min. vor­ga­ren. Zu­erst die Zwie­­­bel zu­fü­gen. Zu­­ta­ten mit ei­­nem lan­­gen Koch­­löf­­fel ca. 1 Min. stän­­­dig um­­rüh­­ren, bis die Zwie­­bel gla­­sig ist. Knob­lauch-Hack hin­zu­fü­gen und noch kurz mit­schwit­zen las­sen.

2.2) Risotto hinzufügen und ca. 2 Min. auf mittl­e­rer Hit­ze um­rüh­ren, bis die Reis­kör­ner mit dem Brat­fett über­zo­gen sind. Pfanneninhalt mit Weiß­wein ablöschen. Unter fleissigem Rüh­ren wei­ter­kö­cheln lassen, bis der Wein ganz auf­ge­so­gen wur­de.

2.3) 100 ml siedenden Fond zu­fü­gen. Ri­sot­to in kur­zen In­ter­val­len re­­gel­­mä­­ßig um­­rüh­­ren, bis die Flüs­­sig­­keit ver­­dampft ist. Das fleis­si­ge Rüh­ren ist un­er­läss­lich, da der Ri­sot­to sonst am Bo­den kle­ben blei­ben und an­bren­nen würde.

Ist kei­ne Flüs­sig­keit mehr im Topf, wei­te­re 100 ml Fond zu­gie­ßen und stän­dig wei­ter­rüh­ren. Da­nach den rest­li­chen Fond nur noch schlück­chen­wei­se zu­geben. Der Ri­sot­to soll leicht feucht, aber nicht mehr flüs­sig sein.

Nach dem Fer­tig­ga­ren noch die rest­li­che But­ter und den ge­rie­be­nen Par­me­san un­­ter­­rüh­­ren. Ri­sot­to mit et­was ge­mah­le­nem Pfef­fer ab­schme­cken.

3) Unsere Ziegen­würst­chen las­sen sich gril­len oder bra­ten. Wir ha­ben un­se­ren Grill auf höchs­te Tem­pe­ra­tur er­hitzt, die Würst­chen von al­len Sei­ten scharf an­ge­bra­ten und sie dann auf in­di­rek­ter Hit­ze lang­sam fer­tig ge­gart. So blie­ben sie schön saf­tig.

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Nährwert- & Gesundheitsanalyse

Hokkaido-Kürbis

Wie der Name bereits vermuten lässt, kommt die Kürbissorte ursprünglich aus Japan. Bei uns in Deutschland sind Hokkaido-Kürbisse seit ca. zwei Jahrzehnten bekannt und sehr beliebt. Das liegt zum Einen daran, dass man die Schale bedenkenlos mitessen kann und der Kürbis sich deshalb schnell und einfach zubereiten lässt. Zum Anderen besitzt der Hokkaido ein faserarmes, saftiges Fruchtfleisch mit nussigem Aroma, welches an Esskastanien erinnert.

Im Vergleich zu anderen Kürbissorten zeichnet er sich durch eine besonders hohe Nährstoffdichte aus, ist also weniger mit Wasser angereichert. Trotzdem wirkt er entwässernd, da er auf Nieren- und Blasentätigkeit eine anregende Wirkung ausübt.

Inhaltlich zeichnet er sich durch einen besonders hohen Beta-Karotin-Anteil aus, welcher von unserem Organismus in wertvolles Vitamin-A umgewandelt wird. Vitamin-A ist ein wichtiges Vitamin für Haut und Haare und vor allem gut für unsere Sehkraft. Zusätzlich enthält der Kürbis noch Vitamine der B-Familie (B1, B2 und B6) und ist damit definitiv eine vitaminreiche Nahrungsquelle.

Aufgrund seiner Fettarmut ist er zudem ein leckerer Tipp für Figurbewusste.

Butter

Nachdem gute Butter über Jahrzehnte systematisch schlecht geredet wurde, ohne dies auf wis­­sen­­schaft­­li­­che Studien zu be­­grün­­den, ist Butter in­­zwi­­schen von ihrem schlechten Ruf „frei­­ge­­spro­­chen“ worden und das völlig zu Recht.

Butter besitzt einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die eben NICHT – wie lange Zeit be­­haup­­tet – schlecht für unseren Organismus sind. Aber auch einfach und mehrfach ungesättigte Fett­­säu­­ren sind in Butter enthalten. Gegenüber Olivenöl kann sie zudem noch mit einem echten Pluspunkt punkten: Abhängig von der Nahrung, welche Kühe zu sich neh­­men, besitzt Butter die für den Menschen zwin­­gend er­for­der­li­chen Omega 3-Fettsäuren EPA und DHA. Je mehr frisches Gras (Stichwort: Frei­land­hal­tung!) eine Kuh zu sich nimmt, desto höher der Ome­­ga 3-Anteil in der Milch und deren Produkten.

Hier können sich z. B. der deutsche Marktführer Ker­­ry­­gold sowie eine handvoll wei­te­rer Hersteller mit der Qualität ihrer Butter und der darin enthaltenen ge­­sun­­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Menge der But­­ter­­pro­­du­­zen­­ten her­­vor­­heben.

Zwiebeln

Beide sind ein natürliches Antibiotikum und be­kämp­fen wirksam schädliche Pilze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­­bel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wirkung. Die Kombination der beiden bringt ein star­kes Duo hervor. Beide enthalten wert­vol­le An­­ti­­oxi­­dan­­ti­­en, die als Fänger "Freier Ra­di­ka­ler" unseren Organismus dabei helfen, gesund zu blei­ben. Die zur Gattung der Li­lien­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflanzen verfügen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich profitieren. Enthalten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E.

Außer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Eisen, Zink und Ma­gne­si­um, sind noch eine ganze Reihe weiterer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln enthalten, so­dass man bei­­de Pflanzen durch­aus als hochwertige Mi­ne­ral­stoff-Lie­feranten bezeichnen kann.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

Frische Lebensmittel – Im Ein­klang mit der Na­tur nach­hal­tig pro­du­ziert.

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