Winter-Bowl mit Hähn­chen­sticks in Wal­nuss-Pa­nie­rung

– Eine Schale voll mit Win­ter­glück

Winter-Bowl mit Hähnchensticks in Walnuss-Panierung

Winter-Bowl mit Hähn­chen­sticks in Wal­nuss-Pa­nie­rung

Winterzeit. Leider auch die Zeit der trop­fen­den Na­sen. Eine gu­te Idee al­so, hier mit ge­sun­den, nähr­stoff­rei­chen Nah­rungs­mit­teln un­se­re Ab­wehr­kräf­te zu un­ter­stüt­zen. Wie immer in un­se­rer Ger­ne­kü­che, soll da­bei der Ge­nuss­fak­tor auf kei­nen Fall zu kurz kom­men. Ge­sund UND le­cker eben!

Wintergemüse & Co – Eine Scha­le voll mit Win­ter­glück

So haben wir bei der Aus­wahl der Zu­ta­ten vor­wie­gend auf sai­so­na­les Ge­mü­se wie Wir­sing und Ro­sen­kohl ge­ach­tet und dies mit wei­te­ren gu­ten Zu­ta­ten wie Ap­fel, Ing­wer, Meer­ret­tich und Cham­pig­nons er­gänzt. Da­raus ent­stand ei­ne ge­ball­te Kom­bi­na­tion an Vi­ta­mi­nen, Mi­ne­ral- und Bal­last­stof­fen. Voilà!

Knusprige Hähnchen­sticks in Walnuss-Pa­nie­rung

Unsere Schale, gefüllt mit »Win­ter­glück«, ha­ben wir dann noch mit knus­prig frit­tier­ten Hähn­chen­sticks kom­bi­niert. Umhüllt von ei­ner sen­sa­tio­nell le­cke­ren Wal­nuss-Pa­nie­rung für je­des Le­cker­mäul­chen ein­fach un­wider­steh­lich gut.

Panierung oder Panade – Gibt's da ei­nen Un­ter­schied?

Wiener Schnitzel in einer schö­nen, knus­pri­gen Pa­na­de. Je­der weiß, was da­mit ge­meint ist. Aber ist der Be­griff auch hand­werk­lich kor­rekt? In der Tat, ist er es nicht! Un­ter ei­ner Pa­na­de versteht man in der pro­fes­sio­nel­len Gas­tro­no­mie ein Füll- und Lo­cke­rungs­mit­tel (z. B. ein­ge­weich­tes Weiß­brot oder Bröt­chen für Hack­mas­sen). Eine knus­pri­ge Um­hül­lung da­ge­gen, wird kor­rekt als »Pa­nie­rung« und eben NICHT als »Pa­na­de« be­zeich­net.

Quelle: gastronomische-akademie.de »

Gernekochen-Weintipp

Ohne Zweifel wä­re ein Weiß­bur­gun­der zu »Win­ter-Bowl mit Hähn­chnen­sticks in Wal­nuss-Pa­nie­rung« ein pas­sen­der Be­glei­ter. Noch span­nen­der, da kon­trast­rei­cher, wä­re al­ter­na­tiv ein frisch-fruch­ti­ger Sau­vig­non Blanc aus Süd­ti­rol ein per­fek­ter Kan­di­dat und uns so­mit ei­ne Em­pfeh­lung wert. Ein­­­­fach mal auf un­­­­se­­r »Wein­­­tipp-Ic­on« tip­­pen und mehr er­fah­ren. Wir wün­­schen wie stets ei­­nen Gu­­ten Ap­­pe­­tit und wohl be­­komm's!

Rezept:
Winter-Bowl mit Hähn­chen­sticks in Wal­nuss-Pa­nie­rung

Zutaten für 4 Personen

Für den Einkaufszettel:

  • 600 g Hähnchenbrust
  • 200 g klein gehackte Walnusskerne
  • 5–6 EL Vollkorn-Paniermehl
  • 2 Hühnereier Größe »M«
  • 2 TL Sahne für die Panierung
  • 1 Msp. Zitronenschalenabrieb
  • 1 Prise Muskatnussabrieb
  • ½ Wirsing
  • 1 roter Apfel
  • 1 Stange Lauch alias Porree
  • 200 g Rosenkohl
  • 1 kleine Möhre
  • 2 Pastinaken
  • 20 g frischer Ingwer
  • 2 Kartoffeln festkochend oder vorwiegend festkochend
  • etwas frisch geriebener Meerrettich
  • 100 ml Kochsahne (alternativ Milch)
  • 200 ml Geflügelfond
  • 1 kleiner Schuss Apfelessig
  • 200 g braune Champignons
  • 1–2 TL geschrotete Chiliflocken
  • 3 TL Moringa oleifera (ganze Blätter)
  • Schnittlauch und Petersilie
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Das benötigt man zusätzlich:

  • Kokosöl zum Frittieren

Zubereitung:

1) Gemüse putzen, ab­brau­sen und tro­cken­schüt­teln. Po­ree in Strei­fen, Pas­ti­naken in Schei­ben, Möh­ren in Stif­te schnei­den. Zwie­bel schä­len und klein ha­cken. Cham­pig­nons mit ei­nem Kü­chen­pin­sel säu­bern und blätt­rig schnei­den. Wir­sing wa­schen, trock­nen und in Strei­fen schnei­den. Kar­tof­feln wa­schen, schä­len in in klei­ne Wür­fel schnei­den (Ri­so­lee­kar­tof­feln). Kräu­ter ab­brau­sen tro­cken­schüt­teln und klein ha­cken. Äp­fel sorg­fäl­tig wa­schen, tro­cken­tup­fen und in dünne Strei­fen schnei­den. Da­mit sie nicht braun wer­den, an­schließend mit Zi­tro­nen­saft be­träu­feln. Rest­li­che Zu­ta­ten be­reit­stel­len.

2.1) Pfanne mit But­ter­schmalz mit­tel­stark er­hit­zen. Zu­erst Kar­tof­feln und Wur­zel­ge­mü­se un­ter ge­le­gent­li­chem Wen­den da­rin an­bra­ten.

2.2) Zwiebelhack und Wir­sing hin­zu­fü­gen, mit den an­de­ren Zu­ta­ten ver­men­gen und ein paar Mi­nuten mit­bra­ten las­sen.

2.3) Pfanneninhalt mit Brü­he ab­lö­schen. An­schlie­ßend noch die Milch zu­gie­ßen. Al­le Zu­ta­ten noch ein­mal kurz auf­ko­chen las­sen.

2.4) Je nach Vor­liebe mit ei­ner fei­nen oder mit­tel­gro­ben Kü­chen­rei­be et­was Meer­ret­tich da­rü­ber ras­peln.

2.5) Hit­ze re­du­zie­­ren. Mo­rin­ga olei­fe­ra und Chi­liflocken hin­zu­fü­gen. Bei Be­­darf noch mit Salz und Pfef­­fer ab­­schme­­cken. Pfan­­nen­­in­­halt mit auf­­ge­­leg­­tem De­­ckel warm hal­ten. Vor dem Ser­vie­ren noch die ge­hack­ten Kräu­ter zu­fü­gen und un­ter­he­ben.

3) Rosenkohl 3 Min. blanchieren. Beschichtete Pfanne mit Butterschmalz auf mittlere Temperatur erhitzen und Gemüse darin ca. 10–12 Min. »al dente« braten.

4) Champignons ohne Fett auf mitt­le­rer bis ho­her Tem­pe­ra­tur nicht län­ger als 1 Min. von je­der Sei­te an­bra­ten. (Durch das An­bra­ten ohne Fett in­ten­si­viert sich der Pilz­ge­schmack!). But­ter zu­fü­gen und Pil­ze da­rin schwen­ken, bis sie sich voll­ge­so­gen ha­ben. Da­nach zum Ab­trop­fen in ein Sieb ge­ben. Pil­ze an­schlie­ßend zu­sam­men mit dem Ro­sen­kohl in die Pfan­ne ge­ben und un­ter­he­ben.

5.1) Mehl in einen Tel­ler ge­ben. Hähnchensticks mit Pfef­fer und Salz wür­zen und anschließend meh­lie­ren.

5.2) Ei­er in ei­nem tie­­fen Tel­­ler auf­­schla­­gen und ver­­quir­­len. Mit ei­­ner fei­­nen Kü­­chen­­rei­­be et­­was Bio-Zi­­tro­­nen­­scha­­le, Mus­­­kat­­­nuss und die ge­­schla­­ge­­ne Sah­­ne da­­zu­­ge­­ben. Al­les gut ver­­rüh­­ren. Meh­lier­te Hähn­chen­sticks durch die Ei-Sah­­ne­­mi­­schung zie­­hen.

5.3) Walnusskerne klein ha­cken und mit den Voll­korn-Brö­seln vermengen. Hähn­chen­sticks in der Wal­­nuss-Brö­­sel-Mi­schung wen­­den. Da­­mit die Pa­­nie­­rung »fluf­­fig« bleibt, da­­rauf ach­­ten, dass die Brö­­sel nur leicht an­­ge­­drückt wer­­den.

6) Reichlich Kokos­öl in ei­ner tie­fen, be­schich­te­ten Schmor­pfan­ne er­hit­zen und Hähn­chen­sticks bei mitt­le­rer Hit­ze – nicht hö­her! – auf ei­ner Sei­te so­lan­ge bra­ten, bis sie gold­braun wer­den. Dies ge­lingt am bes­ten, wenn man durch ei­ne leich­te Pfan­nen-Vor- und Rück­be­we­gung et­was von der Öl­but­ter über die Schnit­zel schwap­pen lässt. Wer da­zu kein Ge­schick hat, nimmt ei­nen Ess­löf­fel und schöpft da­mit aus der schräg ge­hal­te­nen Pfan­ne das Brat­fett über die Schnit­zel. Die­se da­nach wen­den und das Gan­ze wie­der­ho­len. Evtl. nach dem Wen­den noch et­was Öl und But­ter hin­zu­fü­gen. Sticks nach dem Frit­tie­ren mit Kü­chen­pa­pier ab­tup­fen. So blei­ben sie schön knus­prig.

Mit gestärkten Ab­wehr­kräf­ten durch die Er­käl­tungs­zeit

In Bezug auf Rezept und ver­wen­de­te Zu­­­ta­­ten ha­ben wir un­se­re Win­ter-Bowl unter dem As­pekt ei­ner ge­sund­heits­be­wuss­ten Er­näh­rung zu­be­rei­tet.

Durch die Ver­wen­dung fri­scher Zu­ta­ten, mit ein­her­ge­hen­dem Ver­­zicht auf wei­ter­ver­ar­bei­te­te Le­bens­mit­tel und In­­dus­­trie-Plat­­ten­fett (Ge­­här­­te­­te Fet­­te), ist un­ser Re­zept nicht nur ge­­sund­­heit­­lich un­­be­­denk­­lich, son­dern zu­dem noch ab­wehr­kräf­te­för­dernd. Un­wi­der­steh­lich le­cker, ist es so­wie­so! 😉

Dem Thema »Bewusste Ernährung« im Hin­blick auf wei­ter­ver­ar­bei­te­te Le­bens­mit­tel ha­ben wir üb­ri­gens ei­nen ei­ge­nen Ar­ti­kel ge­wid­met:



Nährwert- & Gesundheitsanalyse

Rosenkohl

Auch bekannt als »Brüsseler Kohl« oder in Österreich als »Sprossenkohl«. Der Ge­mü­se­kohl aus der Familie der Kreuz­blüt­ler zählt definitiv zu den gesunden und em­pfeh­lens­wer­ten Lebens­mitteln. Das liegt zum Einen an seinen hohen Vi­ta­min­an­teil, der sich bei der Zu­bereitung als Roh­­kost­­sa­­lat und in hohem Anteil auch bei einer schonenden Gar­me­tho­de wie dem »Dampfgaren« er­hal­ten lässt. Zum Anderen, be­sitzt der quasi fett­freie Ge­mü­se­kohl den Mineralstoff Ka­­li­­um so­wie das Spu­ren­ele­ment Zink. Bei­­de wert­­vol­­le In­­halts­­­stof­­­fe zur Er­­haltung un­­se­­rer Ge­­­sund­­heit.

Basierend auf eine Vielzahl belegter Studien gilt als sichergestellt, dass der Kohl zell­­schä­­di­­gen­­den und krebsauslösenden Stoffen – den berühmt-berüchtigten »Freien Ra­di­ka­len« – wirkungsvoll entgegenwirkt. Gerade jetzt im Winter zur Erkältungszeit, geben wir daher dem nahrhaften und zudem noch leckeren Gemüse unsere besondere Em­pfeh­lung. Vor einen über­mä­ßi­gen Ge­nuss sei den­noch ge­warnt, da der Verzehr von Ro­sen­kohl in gro­ßen Men­gen zu Blä­hun­gen und Bauch­schmer­zen füh­ren kann.

Champignons

sind nicht nur ein wichtiger Mineral­stoff­lie­fe­rant (Ei­sen, Cal­ci­um, Ka­li­um und Natrium), sondern auch ein wertvoller Vi­ta­min D-Lie­fe­rant und somit eben­falls eine Empfehlung auf dem Spei­se­zet­tel wert.

Vitamin D, gehört zur Familie der fett­lös­li­chen Vi­­­ta­­­mi­­­ne, wel­che gleich meh­re­re gute Eigenschaften mit sich brin­gen. Dazu ge­hö­ren die positive Be­­­ein­­­flus­­­sung der Re­gu­la­tion des Calcium- und Phos­phat­haus­hal­tes im menschlichen Kör­per wie auch die Steue­rung der Ein­la­ge­rung von Calcium in die Knochen.

Außerdem un­ter­stützt Vi­ta­min-D die Vor­beugung vor Os­teo­po­ro­se und hemmt zu­dem die Zellproliferation ver­schie­de­ner Tu­mor­zel­len.

Und ... Vitamin-D macht gute Laune. ;-)

Porree bzw. Lauch

Allium porrum, auch »Lauch« oder »Porree« genannt, ist eine krautige Pflanze und ge­hört zur Familie des aus dem Mittelmeerraum stam­men­den Ackerlauchs. Ge­schmack­lich, ist sie eine milde Variante der Zwie­bel und des Knob­lauchs. Da das Zwiebelgemüse win­ter­fest ist, wird es in Deutsch­land gerne und oft im heimischen Garten an­ge­baut. Unterschieden wird zwischen Winterlauch und Som­mer­lauch, wo­bei letz­te­rer die etwas dünnere und mil­de­re Va­ri­an­te dar­stellt.

An Nährstoffen sind in Lauch die Mineralstoffe Eisen und Kalium enthalten, die beide für den Gesunderhalt unseres Organismus eine wich­­ti­ge Rolle spielen.

Auch mit Vitamin C kann Porree punkten, welches freilich beim Erhitzen zum größten Teil verlorengeht.

Äpfel

Äpfel sind reich an Pektin, einem Ballasstoff, der für unsere Darmgesundheit wichtig ist. Wie viele andere Obstsorten auch, besitzen Äpfel zudem einen hohen Vitamin-C-Anteil. Das macht sie zweifelsfrei zu einem gesunden Lebensmittel.

"An apple a day keeps the doctor away"

Ein Apfel allein - wie wir es von einem alten englischen Sprichwort her kennen - hält jedoch den Doktor nicht fern. Wie immer, ist es stattdessen das Zusammenspiel verschiedener, sich ergänzender Nährstoffbausteine, welches uns bei der Erhaltung unserer Gesundheit unterstützt. Oder auf den Punkt gebracht: Eine ausgewogene, nicht einseitige und somit gesunde Ernährung.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

Unsere Empfehlungen

Affiliate-Links – Teilnahme am Partnerprogramm

Alle Produkte, die wir selbst in unserer "Gerneküche" benutzen und mit deren Qualität wir mehr als zu­frie­den sind, empfehlen wir guten Gewissens ger­ne weiter. Die aktiven Produkt-Verlinkungen un­se­rer Kaufempfehlungen, haben wir mit einem *Sternchen gekennzeichnet. Weitere Information dazu finden Sie im Impressum!

Aktuelles rund um unseren Foodblog »