Frittierte Schwarzwurzeln mit Pasta und Pesto

Frittierte Schwarzwurzeln. Gernekochen - Mit Wein genießen

Nein, wir sind nicht zu Veganern geworden, was nicht auschließt, dass es auch bei uns mal ein vegetarisches Gericht - oder verzichtet man auf's Ei bei Parinade und Pastawahl - veganes Gericht auf dem Speiseplan gibt. Dieses Rezept aus hocharomatischen Zutaten ist einfach unglaublich lecker, egal, ob nun vegetarisch, vegan oder nicht vegan. ;-)

Für unser 'Pesto alla genovese' haben wir neben Basilikum auch »Moringa oleifera« als Zutat verwendet. Der "Baum des Lebens" oder "Meerrettichbaum", ist die vitalstoffreichste Pflanze die es gibt. Dabei weist die Pflanze keinerlei allergenen Eigenschaften auf. Ein guter Grund, auf unserem Gernekochen-Foodblog Rezeptideen zu präsentieren, bei denen Moringa oleifera das Thema oder zumindest ein Bestandteil des Rezeptes ist. Das heißt, das es in Zukunft leckere und äußerst gesunde »Moringa-Rezepte« unter unseren "Gernekochen - Mit Wein genießen"-Neuvorstellungen geben wird.

Unsere Schwarzwurzeln haben wir zuerst blanchiert und danach in Olivenöl und Butterschmalz knusprig gebraten und mit Cherrytomaten, frischem Basilikum und gebratenen Knoblauch kombiniert. Noch etwas Kräuter-Pesto - natürlich ebenfalls frisch zubereitet - obenauf und der Teller wird blitzblank leer geputzt. Versprochen! Dazu haben wir einen kräftigen *Pinot Grigio aus Südtirol im Glase gereicht (siehe Weintipp rechts!).  Bon appetitoGuten Appetit und wohl bekomm's!

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Rezept Frittierte Schwarzwurzeln mit Pasta und Pesto

Zutaten für 4 Personen:

Für den Einkaufszettel:
  • 300 g frische Schwarzwurzeln
  • 300 g Cherry- oder Strauchtomaten
  • 1 Packung Linguini
  • 2 Eier
  • 1 Msp. Zitronenschalenabrieb (Bio-Qualität!)
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 EL Schlagsahne
  • 80 g doppelgriffiges Mehl
  • 200 g Weißbrotbrösel
  • 150 ml Öl (am besten *Olivenöl)
  • 50 g braune Butter
  • 4 - 6 Knoblauchzehen, je nach Vorliebe
  • 1 Msp. Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
Für das 'Pesto alla genovese'

Zubereitung:

Pesto alla genovese

1) Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne auf kleiner bis mittlerer Hitze goldbraun rösten und mit dem Salz in einem Mörser fein mahlen.

2) Basilikum waschen, trocken schütteln und in kleine Stücke zupfen, mit den Moringablättern (alternativ 1 TL Moringapulver) und 2 EL Olivenöl zur Paste in den Mörser geben und fein zerdrücken.

3) Mit einer *feinen Küchenreibe Parmesan nach und nach zur Masse geben und mit dem Mörser einarbeiten. Das restliche Olivenöl langsam - am besten tröpfchenweise - unterrühren bis das Pesto eine schöne, sämige Konsistenz bekommt. Mit Pfeffer, Zitronenschalenabrieb und falls nötig (je nach Salzgehalt des verwendeten Parmesans) noch einmal mit etwas Salz abschmecken.

Schwarzwurzeln und restliche Zutaten

1) Schwarzwurzeln bürsten, putzen und mit einem Kartoffel- bzw. Sparmesser schälen (dabei am besten Küchenhandschuhe tragen, da die Wurzeln stark färben). Die Stangen in ca. 10 cm lange Stücke schneiden und längs halbieren. Danach bis zur weiteren Verarbeitung in Zitronenwasser legen, damit sie ihre weiße Farbe behalten und nicht dunkel werden. Anschließend die Schwarzwurzeln je nach Dicke 10 - 15 min. in Salzwasser blanchieren (Gargrad am besten mit einem Stahlpicker überprüfen).

2) Eier in einem tiefen Teller aufschlagen und verquirlen. Mit einer *feinen Küchenreibe etwas Bio-Zitronenschale, etwas Muskatnuss und die Schlagsahne dazugeben und gut verrühren.

3) Nun auch das Mehl und die Weißbrotbrösel in je einen Teller geben. Schwarzwurzeln aus dem Zitronenwasser nehmen und abtropfen lassen, mit Pfeffer und Salz würzen und dann der Reihe nach zuerst gut mehlieren und danach durch den Teller mit der Eier-Sahnemischung ziehen. Abschließend noch in den Semmelbröseln wenden. Damit die Parinade "fluffig" bleibt darauf achten, dass die Brösel nicht zu fest angedrückt werden.

4) Olivenöl und braune Butter in einer tiefen, beschichteten *Schmorpfanne erhitzen und die Schwarzwurzeln bei mittlerer Hitze - nicht höher! - auf einer Seite solange erhitzen, bis sie goldbraun werden. Dies gelingt am besten, wenn man durch eine leichte Pfannen-Vor- und Rückbewegung etwas von der Ölbutter über die Stangen schwappen lässt. Wer dazu kein Geschick hat, nimmt einen Esslöffel und schöpft damit au der schräg gehaltenen Pfanne das Bratfett über die Schwarzwurzeln. Diese danach wenden und das Ganze wiederholen, evtl. nach dem Wenden noch etwas Öl und Butter hinzufügen. Nach dem Braten Pfanne mit einem Deckel verschließen und Schwarzwurzeln warm halten.

5) Tomaten waschen und halbieren, Knoblauch pellen und vierteln. Beide Zutaten in einer beschichteten Pfanne auf mittlerer Hitze kurz in Olivenöl braten.

Gesundheitlicher Nebeneffekt: Durch die Erhitzung werden die in den Tomaten enthaltenen, gesundheitsfördernden Polyphenole aktiviert.

6) Linguini (ersatzweise Tagliatelle) gemäß Packungsanleitung in Salzwasser 'al dente' kochen. Mit Tomaten, Knoblauch und Olivenöl vermengen und auf den Tellern portionsweise verteilen. Schwarzwurzeln sternförmig auf die Gerichte geben und abschließend noch mit dem Pesto und ein paar frisch gezupften Basilikumblättern garnieren.

Hinweis Moringapulver: Bei Verwendung von Moringapulver statt Moringablättern sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man über die Hälfte des Preises für die im Pulver enthaltene Restfeuchtigkeit bezahlt. Teures Wasser also! Wir bevorzugen deshalb Moringablätter.

Nährwert- & Gesundheitsanalyse

Gernekochen - Mit Wein genießen Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf
Schwarzwurzeln

sind ein leider recht unbeliebtes Wintergemüse. Unbeliebt, weil ihre Verarbeitung etwas Aufwand erfordert. Dabei besitzen sie einen hohen Anteil an Balaststoffen sowie Spurenelementen. Hinzu kommen die Mineralstoffe Kalium und Eisen, gut für Nerven und Blut, Magnesium, welches unser Herz und unseren Kreislauf unterstützt, Kupfer, welches eine positive Wirkung auf unsere Gehirntätigkeit ausübt sowie Mangan, gut für unsere Lebertätigkeit. Der Vitamingehalt von Schwarzwurzeln ist eher gering, dafür enthalten sie nur wenig Kalorien und helfen uns somit schlank zu bleiben.

Pasta

Entgegen häufiger Aussagen, besitzt Getreide KEINE große Mengen an pflanzlichem Eiweiß. Dafür deckt es durch seinen in Bezug auf 100 g hohen Anteil an Kohlenhydraten, fast ein Drittel des täglichen Ballaststoffanteils, bei gleichzeitig sehr geringem Fettgehalt. Für diejenigen, die auf Fleisch verzichten möchten, also Vegetarier und Veganer (vegan dann: 'Pasta secca' ohne Ei!), liegt Pasta also "voll im Trend" und ist ein fester Bestandteil des Speiseplanes geworden. Für Menschen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, ist Getreide allerdings ungeeignet. Auch Diabetiker oder "Low-Carb-Jünger" halten sich wegen des hohen Anteils an Kohlenhydraten bei Bulgur besser zurück.

Tomaten

Außer einem hohen Wasseranteil, enthalten Tomaten viele sekundäre Pflanzenstoffe wie auch verschiedene Mineralstoffe. Besonders Kalium stellt für den Menschen einen wichtigen gesundheitlichen Faktor für eine ausgewogene Ernährung dar, da Kalium für die Regulation des Blutdrucks, aber auch für Muskeln und Nerven ein wertvoller Initiator ist.

Moringa oleifera

Die in Bezug auf Nährwert und gesunde Ernährung positiv einzustufenden Inhaltsstoffe, die in Moringa enthalten sind, sind so zahlreich und besitzen so viele, zu betrachtende Aspekte, dass eine Analyse meinerseits hier den Rahmen sprengen würde.

Es sei nur so viel gesagt, dass Moringa in direktem Vergleich mit anderen, hochwertig einzustufenden Lebensmitteln, in quasi nicht vergleichbarem Ausmaß  ein Top-Lieferant von für den menschlichen Organismus äußerst wertvollen Nährstoffen ist.

Egal ob Proteine, Vitamine, Mineralien und auch Antoxidantien. Moringa bietet alles im Überfluss und besitzt somit in der Pflanzenwelt quasi ein Alleinstellungsmerkmal. Jeder, der sich näher für die positiven Eigenschaften von Moringa interessiert, wird bei einer entsprechenden Internetrecherche fündig werden.

Olivenöl in hochwertiger Qualität

Nicht nur ich, sondern unser >ganzes Team, begeistert sich für gutes, also hochwertig erzeugtes Olivenöl. Ja mehr noch, man kann uns als echte "Olivenöl-Fans", bezeichnen.

Das liegt in erster Linie am hervorragenden Geschmack von gutem Olivenöl, aber auch an einem zweiten, ebenso wichtigen Aspekt, denn bei näherer Betrachtung besitzt Olivenöl ein geballtes Bündel an positiven Eigenschaften, die unserem Körper helfen gesund zu bleiben.

So verfügt Olivenöl neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen über zahlreiche, sekundäre Pflanzenstoffe. Die positiven Wirkungen dieser Stoffe auf unseren Organismus, beginnt die Wissenschaft erst langsam zu verstehen.

Einige von Ihnen werden erst durch die Verstoffwechselung im Darm durch unsere Darmbakterien richtig aktiv und begünstigen so zahlreiche positive, biologische Wirkungen, z.B. sind sie antibakteriell, antioxidativ (ähnlich den Vitaminen) und dabei in einem so hohen Maß entzündungshemmend, dass sie dabei teilweise sogar den Vitaminen weit überlegen sind.

Ist das nicht wunderbar? Gesundes kann so lecker sein. Aber ich betone ausdrücklich: alle positiven Auswirkungen bekommt man nur bei Olivenöl bester Qualität. Und die bekommt man eben nicht für 4,50 Euro beim Discounter, darüber sollte man sich im Klaren sein.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

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