Gemüselasagne vegetarisch – Herzenswärmer aus dem Ofen

Gemüselasagne vegan. Gernekochen - Mit Wein genießen

Vegetarisch: Italienischer Klassiker mal ohne Fleisch. Um es direkt zu sagen: Wir essen sehr gerne Fleisch, aber eben nicht jeden Tag. Lieber ein- bis zweimal Mal die Woche und dann in bester Qualität. Menschen, die diese Essgewohnheiten praktizieren, nennen sich im Neudeutschen "Flexitarier", haben wir uns sagen lassen. ;-)
Aber zurück zu unserer "Gemüselasagne vegetarisch - ein Herzenswärmer aus dem Ofen": Tomaten dürfen natürlich in der Füllung nicht fehlen, und da Karotten geschmacklich sehr gut mit Tomaten harmonieren, haben wir diese als weiteren "Star" unserer Gemüse-Lasagne gewählt.

Gernekochen-Weintipp

Als Begleiter unserer vegetarischen Gemüselasagne harmoniert z.B. ein fruchtiger *Sangiovese aus der Toscana ganz wunderbar. Wir wünschen 'Bon appetito' -Guten Appetit und wohl bekomm's!

Unsere Empfehlungen

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Rezept Gemüselasagne vegetarisch

Zutaten für 4 Personen:

Für den Einkaufszettel:

Zubereitung:

1) Karotten waschen und putzen und mit einem scharfen *Kochmesser oder *Santoku-Messer in dünne Scheiben schneiden. Knoblauch und Zwiebeln pellen und fein hacken.

2) In einer tiefen *Schmorpfanne zuerst die Zwiebeln und danach noch kurz den Knoblauch bei mittlerer Hitze in *mild-aromatischem Olivenöl glasig dünsten, in eine Schale umfüllen und beiseite stellen. Pfanne vom restlichen Fett reinigen. Hitze auf hohe Stufe erhöhen und Tomatenmark unter ständigem Rühren kurz anrösten, mit dem Zucker karamellisieren und mit der Gemüsebrühe ablöschen und weiterrühren bis das Tomatenmark sich komplett in der Brühe aufgelöst hat. Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und die gedünsteten Zwiebeln und Knoblauch wieder zufügen. Die geschälten Tomaten klein schneiden und zusammen mit den passierten Tomaten in die Pfanne geben. Lorbeer zufügen und alles so lange einkochen, bis sich eine schöne Konsistenz ergibt. Inzwischen die Karottenscheiben in einem ausreichend großen Topf mit Wasser und 1 Prise Salz »bissfest« blanchieren. Die Tomatensauce am Ende der Garzeit noch mit Oregano, Salz und Pfeffer abschmecken und Lorbeer entfernen.

3) In einer feuerfesten Form nun abwechselnd eine Lage der Tomatensauce mit 1 Lage Karottenscheiben und geriebenem Parmesan schichten und die Schichten jeweils mit den Lasageblättern voneinander trennen. Für das Reiben des Parmesans eignet sich eine *feine Küchenreibe ganz hervorragend. Mit dem Schichten so lange fortfahren, bis die Auflaufform gefüllt ist und – gemäß klassischer Zubereitung – mit einer Lage Lasagneblätter abschließen. Wir haben mit einer Schicht Tomaten und Käse abgeschlossen, da dies nach unserem Empfinden für's Auge schöner aussieht.

4) Backofen auf 180° Umluft/200° Ober-Unterhitze vorheizen und die Gemüse-Lasagne ca. 25 min. darin backen. Lasagne portionsweise auf Tellern verteilen und noch mit etwas gehobelten Parmesan und frischer Blattpetersilie garnieren.

Serviertipp: Wir haben die Lasagne noch mit je 1–2 erwärmten, geschälten Tomaten garniert und das Gericht mit etwas frischer Pe­ter­si­lie bestreut.

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Nährwert- & Gesundheitsanalyse

Gernekochen - Mit Wein genießen Dipl. Ernährungswissenschaftler Michael Pagelsdorf

Pasta bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aussagen, besitzt Getreide KEINE große Mengen an pflanzlichem Eiweiß. Dafür deckt es durch seinen in Bezug auf 100 g hohen Anteil an Koh­len­hy­dra­ten, fast ein Drittel des täglichen Bal­last­stoff­an­teils, bei gleichzeitig sehr geringem Fett­ge­halt. Für diejenigen, die auf Fleisch verzichten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Veganer (vegan dann: 'Pasta secca' ohne Ei!), liegt Pasta also voll im Trend und ist ein fester Bestandteil des Spei­­se­­pla­­nes ge­wor­den.

Für Menschen, die an einer Glu­ten­­un­ver­träg­lich­keit leiden, ist Ge­trei­de allerdings un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder "Low-Carb-Jünger" halten sich wegen des hohen An­teils an Koh­len­hy­dra­ten bei Ge­trei­de besser zurück.

Tomaten

Außer einem hohen Wasseranteil, enthalten To­ma­ten viele se­kundäre Pflanzenstoffe wie auch ver­schie­de­ne Mi­ne­ral­stof­fe. Besonders Ka­li­um stellt für den Menschen ei­nen wichtigen gesundheitlichen Fak­tor für eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung dar, da Ka­li­um für die Re­gu­la­tion des Blutdrucks, aber auch für Muskeln und Nerven ein wert­vol­ler Ini­tia­tor ist.

Erhitzt gesünder als roh

Zudem sind Tomaten einige der wenigen Ge­mü­se­sor­ten, deren ge­sund­heits­för­dern­de Inhaltsstoffe sich durch Er­hit­zen verbessern, statt zu ver­schlech­tern. Gemeint sind die in Tomaten ent­hal­te­nen Poly­phe­no­le, sogenannte An­ti­oxi­dan­ti­en, wirksame Fän­ger der zell­schä­di­gen­den, "Freien Ra­di­ka­len", die – sobald aktiv – ihrem Namen alle Ehre ma­chen.

Hervorzuheben ist in diesem Bezug der in Tomaten reichlich enthaltene, zur Familie der Carotinoide ge­hö­ren­de Farb­stoff Lycopin. Dieser Farb- bzw. Wirk­stoff allein, ist bereits ein guter Grund, re­gel­mä­ßig Tomaten auf den Spei­se­zet­tel zu stellen. Natürlichen Nährboden bei der Aufzucht der Tomaten vo­raus­set­zend!

Karotten

Die in Deutschland sehr beliebten und in der Küche viel­sei­tig verwendbaren Möhren bzw. Mohrrüben, ge­hö­ren zu den Dol­den­blü­ten­ge­wäch­sen. Sie sind reich an Mi­­ne­­ral­­stof­­fen und Spu­ren­­ele­­men­­ten wie Ka­­li­um, Phos­­phor, Kal­zi­um, Mag­ne­si­um und Zink so­wie reich an Ca­ro­tin, welches in den Möh­­ren in Form von Alpha- wie auch Be­ta-Ca­ro­tin (Pro­­vi­­ta­min A, ei­ner Vor­stu­fe von Vi­­ta­min A) vor­­kommt. Vitamin A un­­ter­­stützt un­se­re Seh­fä­hig­keit, be­son­ders bei Nacht und wirkt sich po­­­s­i­­tiv auf un­­­ser Im­­mun­­sys­­tem wie auch un­ser Zell­wachs­tum aus.

Carotin (und auch einige Vita­mi­ne) kön­nen am bes­­ten vom Kör­per ab­sor­biert wer­den, wenn man es zu­­sam­­men mit Fett in Form von Öl oder But­ter isst.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)


Kerntemperaturen und "Slow Cooking" - der neue (alte) Trend

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