Kohlrouladen mit Hackfleisch aus dem Slow Cooker

Kohlrouladen mit Hackfleisch aus dem Slow Coo­ker, auch be­kannt als »Omas Kraut­wi­ckel« bzw. »Omas Krautwi­ckerl«, sind ein Re­zept­klas­si­ker der deut­schen, ös­ter­rei­chi­schen und nord­ita­li­eni­schen Kü­che. Auch in der Bal­kan­re­gion, wo sie »Sar­ma« hei­ßen, sind sie be­kannt und be­liebt. Ob man Weiß­kohl oder Wir­sing­kohl da­für ver­wen­det, ent­schei­det der per­sön­li­che Ge­schmack und ein wert­prü­fen­der Blick ins Ge­mü­se­re­gal. Wir ha­ben uns bei un­se­rer Re­zept­va­rian­te für Wir­sing­kohl ent­schie­den.

Klassischerweise werden Kohl­rou­la­den z. B. mit Hack­fleisch oder Reis, oder ei­ner Mi­schung aus bei­dem ge­füllt. Es gibt aber noch vie­le wei­te­re Va­rian­ten. Um das Ba­sisre­zept et­was auf­zu­pep­pen, sprich ge­schmack­lich noch in­te­res­san­ter zu ma­chen, ha­ben wir es mit ei­ner ei­gens da­für kre­ierten Fül­lung aus Hack­fleisch und Sau­er­kraut, wel­ches wir mit wei­te­ren Zu­ta­ten ver­edelt ha­ben, neu und mo­dern in­ter­pre­tiert.

Sauerkraut-Cho­ri­za-Pa­pri­ka-Kom­bi­na­tion

Dem Sauerkraut ha­ben wir klei­ne grü­ne Paprikawürfel und Choriza, fein in Streifen ge­schnit­ten, hin­zu­ge­fügt. Mit ge­düns­te­ten Zwie­bel­spal­ten als wei­te­re Zu­tat, ha­ben wir noch ei­ne herz­haf­te Rou­la­den­sau­ce ge­zau­bert. Noch et­was Pa­pri­ka-Cho­ri­za-Mix als Sau­cen-Gre­mou­la­da ... et voilà! So ent­stand ei­ne Kom­bi­na­tion, die uns zu­sam­men mit dem Hack­fleisch und Wir­sing ein sa­gen­haf­tes Wow-Ge­schmacks­er­leb­nis be­scher­te. Ein glück­li­ches und zu­frie­de­nes, nicht en­den wol­len­des Lä­cheln in­be­grif­fen. ;-)

Statt im Back­ofen oder in der Schmor­pfan­ne, ha­ben wir un­se­re Kohl­rou­laden im ener­gie­spa­ren­den Slow Coo­ker ge­schmort, der sich da­für ganz her­vor­ra­gend eig­net.

Kombiniert ha­ben wir un­se­re Wir­sing­kohl­rou­la­den mit ei­nem bun­ten Ka­rot­ten-Mix und in Früh­stücks­speck ge­wi­ckel­ten, klei­nen Salz­kar­tof­feln, die wir nach dem Ko­chen noch in But­ter ge­schwenkt ha­ben. Al­ter­na­tiv kön­nen wir uns auch Kar­tof­fel­stampf, Reis oder Reis­nu­deln (griech. Kritharáki) sehr gut als Bei­la­ge zu un­se­ren »Kraut­wi­ckerln« vor­stel­len.

Unser Gernekochen-Wein­tipp zu un­se­ren »Kohl­rou­la­den mit Hack­fleisch aus dem Slow Coo­ker« ist ein cha­rak­ter­vol­ler Grau­bur­gun­der oder – un­ser spe­zi­el­ler Tipp – der Spit­zen-Sil­va­ner von Wein­gut Ber­nard aus Fran­ken (sie­he Wein­tipp rechts!). Wir wün­schen wie im­mer ei­nen Gu­ten Ap­pe­tit und wohl be­komm's!

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Rezeptanleitung: Kohlrouladen mit Hackfleisch

Zutaten für 4 Personen:

Für den Einkaufszettel:

  • 1 Kopf Wirsingkohl oder Weißkohl
  • 500 g Hackfleisch (Rinderhack, Kalbshack oder am besten gemischt)
  • 3 weiße Zwiebeln
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 kräftiger Schuss Weißwein trocken (zum Ablöschen)
  • 3 gestrichene TL Kokosblütenzucker
  • 1 Hühnerei Größe »M«
  • 1 TL deutscher Senf, mittelscharf
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 Lorbeerblätter
  • 250 g Sauerkraut (Abtropfgewicht)
  • ½ Grüne Paprika
  • 120 g Chorizo in feinen Streifen
  • 1 kleiner Schuss Weißwein trocken für das Sauerkraut
  • 3–4 Wacholderbeeren
  • 3 Pimentkörner
  • Braune Butter
  • 1 EL Butter (für die Mehlschwitze)
  • 1 gehäufter EL Mehl
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle
  • etwas gefrorene Mehlbutter

Für die Mehlbutter:

  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter

gut mit­ein­an­der ver­men­gen und für 45 Min. ins Eis­fach stel­len.

  • 400 g Möhren-Mix, Orange, Creme & Violett
  • 8 Kartoffeln festkochend, (z. B. »Belana« oder »Annabelle«)

Das benötigt man zusätzlich:

  • Slow Cooker bzw. Crock-Pot
    alternativ:
  • Bräter oder
  • Schmorpfanne
  • Küchengarn

Slow Cooker / Schongarer

 Crock-Pot Schongarer 3,5 L

  • Fassungsvermögen 3,5 l – ideal für 2–3 Personen
  • 2 Wärmestufen sowie Warmhaltefunktion
  • Einfache Reinigung durch herausnehmbaren, spül­ma­schi­nen-ge­eig­ne­ten und back­of­en­fes­ten Stein­­gut­topf
  • Benutzerhandbuch mit Rezepten

Zubereitung:

1.1) Kräuter ab­brau­sen, tro­cken­schüt­teln und klein ha­cken. Zwie­beln pel­len. Ei­ne Zwie­bel für das Hack klein ha­­cken. Die bei­den An­de­ren in Spal­ten schnei­den und für den Slow Coo­ker bei­seite le­gen. Rest­­li­­che Zu­­ta­­ten für das Hack be­­reit­­stel­­len.

1.2) Zutaten für das Hack in eine Schüs­sel ge­ben, gut mit­ein­an­der ver­men­gen und zu­ge­deckt für 30 Min. in den Kühl­schrank stel­len.

2.1) Für die Sauerkraut-Fül­lung Pa­pri­ka ab­brau­sen und trock­nen. Kern­gehäuse ent­fer­nen und Pa­pri­ka in klei­ne Wür­fel schnei­den. Cho­ri­za zu­erst in Schei­ben und dann in fei­ne Strei­fen schnei­den. Rest­li­che Zu­taten be­reit­stel­len. (Für ei­ne schö­ne, fi­na­le Gar­ni­tur und sen­so­ri­schem "Biss", ha­ben wir uns et­was Cho­ri­za-Pa­pri­ka-Mix bei­seite ge­legt.)

2.2) Sauerkraut kräf­tig aus­drü­cken und mit den an­de­ren Zu­ta­ten in ei­ne Schüs­sel ge­ben. Wein, Pi­ment­kör­ner und Wa­chol­der­bee­ren hin­zu­fü­gen. Al­les gut mit­ein­an­der ver­men­gen. Sau­er­kraut-Mix zu­ge­deckt für min­des­tens 30 Min. zum aro­ma­ti­sie­ren in den Kühl­schrank stel­len. Da­nach Ge­würz­kör­ner ent­fer­nen und evtl. noch vor­han­de­ne Flüs­sig­keit vor der Wei­ter­ver­ar­bei­tung der Kraut­fül­lung ab­gie­ßen.

3) Kohl­blät­ter vor­sich­tig vom Strunk lö­sen und 3 Min. in sie­den­dem Was­ser blan­chie­ren. Da­durch las­sen sich die Blät­ter rol­len und ver­lie­ren größ­ten­teils ih­re Bit­ter­stof­fe.

4.1) Den harten Stielansatz der Wir­sing­blät­ter mit ei­nem schar­fen Mes­ser ent­fer­nen. Da­bei die Klin­ge flach am di­cken Stiel­en­de an­set­zen und das Blatt als Klin­gen­auf­la­ge bzw. -füh­rung be­nut­zen.

4.2) Je nach Größe jeweils 2–3 Wir­sing­blät­ter pro Rou­la­de groß­zü­gig über­lap­pend ar­ran­gie­ren. Eine hand­voll Hack auf den Wir­sing­blät­tern zu ei­nem fla­chen Recht­eck for­men. Nun 2 EL Sauer­kraut als Fül­lung auf das Hack ge­ben und mit ei­ner zwei­ten La­ge Hack ver­schlie­ßen (Sand­­wich-Me­­tho­­de).

4.3) Um die Rouladen zu ver­schlie­ßen zu­erst die längs­sei­tig über­ste­hen­den Blatt­en­den nach in­nen über die Fül­lung klap­pen. Die bei­den an­deren Blatt­en­den zur Mit­te hin über­lap­pend ein­schla­gen und Rou­la­den zu ei­ner Rol­le for­men. Kohl­man­tel ab­schlie­ßend noch mit Kü­chen­garn fi­xie­ren.

5) Braune Butter in aus­rei­chend gro­ßer Brat­pfan­ne mit­tel­stark bis stark er­hit­zen. Kohl­rou­la­den von al­len Sei­ten kurz und kräf­tig an­bra­ten. (Beid­sei­tig mit zwei Holz­löf­feln gestützt, ge­lingt auch das An­bra­ten auf der schma­len Sei­te.)

6) Pfanne mittelstark bis stark er­hit­zen. Zwie­bel­spal­ten un­ter Wen­den kurz (10–15 Sek.) in Brau­ner But­ter an­bra­ten. To­ma­ten­mark hin­zu­fü­gen und eben­falls kurz an­rös­ten. Zu­cker da­rü­ber­streu­en und mit dem To­ma­ten­mark ka­ra­me­lli­sie­ren las­sen. Pfan­nen­in­halt mit Weiß­wein ab­lö­schen und auf­ko­chen las­sen.

7) Crock-Pot mit Kohl­rou­la­den und Zwie­bel­spal­ten be­fül­len. Lor­beer­blät­ter und Ge­wür­ze hin­zu­fü­gen, Slow Coo­ker mit Fond (knapp bedeckt) auf­gie­ßen. De­ckel auf­le­gen und das Schmor­ge­richt auf Ein­stel­lung »LOW« (ca. 80–85°) 2 Std. im Crock-Pot schmo­­ren las­sen. Wich­tig: Wäh­rend des Ga­rens den De­ckel stets auf­ge­legt las­sen!

8) Kurz vor Ende der Gar­zeit aus­rei­chend Schmor­­fond aus dem Crock-Pot ab­­schöp­­fen und durch ein fei­­nes Kü­chen­sieb in ei­nen Be­häl­ter fül­len. But­ter in ei­ner Kas­se­rol­le (Sau­cen­topf) auf mitt­le­re Tem­­pe­­ra­­tur er­hit­zen und Mehl kurz da­rin an­­schwit­­zen. Mit ei­nem Schuss Fond oder Weiß­wein ab­lö­schen. Nun mit dem Schnee­­be­­sen so lan­­ge rüh­ren, bis ei­ne schö­­ne sä­­mi­ge Mehl­­schwit­­ze ent­­stan­­den ist. Por­tions­wei­se wei­ter Fond zu­gie­ßen und un­ter ge­­le­­gent­­li­­chem Um­­rüh­ren ein­­re­­du­­zie­­ren las­­sen. Soll­­te die ge­­­­wün­sch­­­te Kon­­sis­­tenz noch nicht er­­reicht sein, kann man die Sau­­ce durch bröck­­chen­­wei­­ses Ei­n­rüh­­ren von ge­­fro­­re­­ner Mehl­­but­­ter wei­­ter bin­­den. Tipp: Für ei­nen ge­schmack­li­chen Kick kann man der Sau­ce noch die Zwie­bel­spal­ten aus dem Slow Coo­ker hin­zu­fü­gen.

9)  Kartoffeln waschen und mit dem Küm­mel ca. 20–25 Min. in Salz­was­ser ga­ren. Erd­äp­fel kurz aus­damp­fen las­sen und noch heiß pel­len. Grum­bee­ren da­nach mit je 1 Scheibe Früh­stücks­speck ein­wi­ckeln.

10) Brat­pfan­ne mit But­ter mit­tel­stark er­hit­zen. Grund­bir­nen kurz in der But­ter schwen­ken, bis der Ba­con Far­be be­kom­men hat. De­ckel auf­le­gen und Kar­tof­feln bis zum Ser­vie­ren auf klei­ner Tem­pe­ra­tur warm­hal­ten.

11) Karot­ten put­zen, schä­len und der Län­ge nach hal­bie­ren. Be­schich­te­te Brat­pfan­ne mit­tel­stark erhitzen. Möhren in Oli­ven­öl und Butterschmalz unter ge­le­gent­li­chem Wen­den ca 15–20 Min. bra­ten.

Nährwert- & Gesundheitsanalyse

Wirsing

Wirsing oder Wirsingkohl, re­gio­nal auch un­ter Welsch­kohl, Wir­sching oder Scha­vur be­kannt, ist ei­n Ge­mü­se­kohl und ge­hört zur Gat­tung der Kreuz­blüt­ler. Ge­gen­über den eben­falls be­lieb­ten Weiß- oder Spitz­kohl­va­rian­ten be­sitzt er ge­kräu­sel­te Blät­ter, die ins­be­son­de­re Ein­töp­fen und Sup­pen ei­nen herz­haf­ten Ge­schmack ver­lei­hen.

Wir­sing­kohl ver­fügt über zahl­rei­che wert­vol­le In­halts­stof­fe, die un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen ge­sund zu blei­ben.

So verfügt der kalorien- und fett­ar­me Kohl über ei­nen be­son­ders ho­hen An­teil an Fol­säu­re. Das Vi­ta­min hat ei­ne po­si­ti­ve Wir­kung auf Wachs­tum und Zell­tei­lung, bringt al­so un­se­ren Or­ga­nis­mus in Schwung. Auch Vi­ta­min C ist reich­lich in Wir­sing ent­hal­ten. Vi­ta­min C wirkt an­ti­oxi­dan­tisch und schützt un­se­ren Or­ga­nis­mus da­durch vor Zell­schä­den. Vor al­lem aber, ist Vi­ta­min C be­kannt für die Stär­kung un­se­res Im­mun­sys­tems. In ge­rin­ge­rem Ma­ße, fin­det sich auch das Vi­ta­min B6 in dem Ge­mü­se, wel­ches ei­ne po­si­ti­ve Wir­kung auf un­se­ren Stoff­wech­sel und un­ser Ner­ven­sys­tem be­sitzt.

An Mineralstoffen sind Ka­li­um so­wie in klei­ne­ren Men­gen Mag­ne­si­um und Cal­ci­um in Wir­sing ent­hal­ten. Cal­ci­um ist ein wich­ti­ger Bau­stein für die Ge­sund­er­hal­tung von Kno­chen und Zäh­ne. Mag­ne­si­um ist wie kaum ein an­de­rer Mi­ne­ral­stoff ein es­sen­ti­el­ler Bau­stein zum Er­halt le­bens­wich­ti­ger Kör­per­funk­tio­nen wie die Herz­tä­tig­keit. Zu­dem trägt Mag­ne­si­um in ho­hem Ma­ße zum Er­halt un­serer Ner­ven- und Mus­kel­zel­len sowie Kno­chen und Zäh­ne, um nur ein paar sei­ner po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten zu nen­nen.

Rindfleisch

Neben hochwertigem Eiweiß enthält Lamm- wie auch Rind­fleisch die lebenswichtigen Vitamine B1, B2, B6 und B12, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bei der Bildung roter Blut­körperchen, spielt das Vitamin B12 eine zentrale Rolle, es kann in nennenswerten Meng­en nur über tierische Produkte aufgenommen wer­den, da­ran er­kennt man, dass man bei ei­ner »rein-veganen Er­nähr­ung« nicht mehr von einer – für den Men­schen – aus­ge­wo­ge­nen Er­nähr­ung ausgehen kann. 150 g Lamm- wie auch Rinderfilet kön­nen be­reits den Ta­ges­be­darf eines erwachsenen Men­schen de­cken.

Sauerkraut

Nicht nur in Deut­schland, son­dern be­reits im an­ti­ken Grie­chen­land war Sau­er­kraut be­kannt und be­liebt. Das hat sich bis heu­te – ins­be­son­de­re auch in den ost­­eu­ro­­pä­i­schen Bal­kan­län­dern – nicht ge­än­dert. So er­lebt das Ge­mü­se im­mer noch und im­mer wie­der die wun­der­ba­re "Me­ta­mor­pho­se" vom or­di­nä­ren Weiß­kohl zum fei­nen Sau­­er­­kraut.

Sauerkraut wird meist aus Weiß­kohl, sel­te­ner aus Spitz­kohl her­ge­stellt. Da­mit aus dem Kohl le­cke­res Sauer­kraut wird, schnei­det man ihn in zu­erst in fei­ne Strei­fen und zer­stampft und presst ihn an­schlie­ßend kräf­tig.

Dem da­bei aus­tre­ten­den Saft wird Salz zu­ge­setzt, wel­ches die­sen bei der Kon­­ser­­vie­r­ung des Krauts un­ter­stützt und ihm noch wei­ter Flüs­sig­keit ent­zieht. Milch­säu­re­bak­te­rien sind für die nun ein­set­zen­de Gä­rung und auch für den säu­­er­­li­ch­en Ge­schmack des zu­künf­ti­gen Sauer­krauts ver­ant­wort­lich. Der Gär­vor­gang dau­ert meh­re­re Wo­chen, in de­nen der Kohl im­mer wie­der er­neut ge­stampft und ge­presst wird, bis er sei­ne Markt­rei­fe er­reicht hat.

Rohes Sauerkraut – die ver­dau­ungs­för­dern­de Vi­ta­min C-Bom­be

Der hohe Vita­min C-An­teil macht Sauer­kraut so ge­sund, denn wie je­der weiß, un­ter­stützt Vi­ta­min C un­se­ren Or­ga­nis­mus bei der Ab­wehr von Er­käl­tungs­krank­hei­ten und da Sauer­kraut so gut wie kein Fett ent­hält, ist es auch für fi­gur­be­wuss­te Ge­nie­ßer ein ech­ter Tipp auf dem Spei­se­zet­tel. Zu­dem ist es reich an Bal­last­stof­fen, die im Zu­sam­men­spiel mit der na­tür­li­chen, in Sauer­kraut ent­hal­te­nen Milch­säu­re ei­ne ver­dau­ungs­för­dern­de Wir­kung auf un­se­ren Stoff­wech­sel ha­ben. Die Milch­säu­re­bak­te­rien wie­der­rum, sor­gen für ei­ne gu­te Darm­flo­ra (Mi­kro­bi­om), ei­ne wich­ti­ge Vo­raus­set­zung für ein star­kes Im­mun­sys­tem.

Wie bei allen Gemüsen gilt natürlich auch bei Sauerkraut: Je mehr ich das Kraut erhitze, desto weniger kann ich von den vorhandenen Vitaminen und - im Falle des Sauerkrauts - Milchsäurebakterien profitieren. Ich habe allerdings schon als Kind gerne mal rohes Sau­er­kraut vom Metzger roh aus der Hand gegessen und das hat sich bis heute nicht geändert.

Kartoffeln bzw. „Erdäpfel“

Kartoffeln, in bestimmten Regionen Deutschlands sowie einigen Nachbarländern auch als "Erdäpfel" oder "Grundbirnen" bzw. „Grum­beeren“ (Pfalz) und weiteren Regionalnamen bekannt, ge­hö­ren wie auch Tomaten und Paprika zur Familie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se.

Gemäß statistischen Umfragen ist die Knollenfrucht nach wie vor der Deutschen liebste Beilage und das ist auch gar nicht schlecht. Kartoffeln sind vitamin- und mineralstoffreich und da­bei noch kalorienarm. Vor allem das Vitamin-C ist in nen­nens­wer­ten Men­gen in der Nutzpflanze enthalten. Des Weiteren be­sit­zen die Knollen einen hohen Eiweißanteil, der in Kom­bi­na­tion mit den in unserem Rezept ver­wen­de­ten Eiern sehr gut von unserem Or­ga­nis­mus re­sor­biert und in körpereigenes Eiweiß trans­for­miert werden kann.

Gekochte Kartoffeln wirken sich allerdings stark auf den Blutzucker aus, da die Stärke durch den Koch­vor­gang als nahezu reine Glucose im Dünndarm auf­ge­nom­men wird.

Lässt man die Kartoffel nach dem Kochvorgang er­kal­ten und verarbeitet sie dann erst weiter, bildet sich eine „re­sis­ten­te Stärke“, die sich wesentlich güns­ti­ger auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. So wer­den z. B. Bratkartoffeln klas­si­scher­wei­se aus ER­KALTETEN Kartoffeln hergestellt.

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein natürliches Antibiotikum und be­kämp­fen wirk­sam schädliche Pilze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­­bel ist eng mit dem Knoblauch verwandt und besitzt gegenüber diesem eine mildere Wir­kung. Die Kombination der beiden bringt ein star­kes Duo hervor. Beide enthalten wert­vol­le An­­ti­­oxi­­dan­­ti­­en, die als Fänger "Freier Ra­di­ka­ler" unseren Organismus dabei helfen, gesund zu blei­ben. Die zur Gattung der Li­lien­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflanzen ver­fü­gen zudem über einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich profitieren. Enthalten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 sowie die Vitamine C und E.

Außer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Eisen, Zink und Ma­gne­si­um, sind noch eine ganze Reihe weiterer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln enthalten, so­dass man bei­­de Pflanzen durch­aus als hochwertige Mi­ne­ral­stoff-Lie­feranten bezeichnen kann.

Hühnereier

Hühnereier besitzen durchschnittlich 7 g Proteine und damit ei­nen hohen Gehalt der biologisch wert­vollen Substanzen. Biologisch wertvoll deshalb, da die im Ei ent­hal­te­nen Proteine einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren, mit einem sehr guten Gleichgewicht aufweisen. Der Proteingehalt eines Hüh­ner­eis wird deshalb als Re­fe­renz­wert an­ge­se­hen. Ein Vergleich mit anderen Lebensmitteln macht dies deut­lich: Zwei Hühnereier enthalten dieselbe Men­ge an Proteinen wie bspw. 100 g Fisch 100 g Fleisch.

Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g genau so hoch, wie der Proteingehalt, es ist vor allem im Eigelb und we­niger im Eiweiss ent­halten. Bei den Fett­säu­ren im Ei handelt es sich zu zwei Drittel um un­ge­sät­tig­te Fettsäuren.

Etwas in Verruf, kam eine zeitlang der Verzehr von Ei aufgrund seines – mit ca. 180 mg – recht hohen Cho­­les­­te­­rin­­ge­­halts, was man je­doch auf keinen Fall über­be­wer­ten sollte, da solche Warnungen und Ein­stu­fun­gen meist gewissen Trends unterliegen und sich somit auch wieder ändern können. Zudem be­sit­zen Hühnereier einen hohen Vitamin A, D und E-Anteil und enthalten die Spurenelemente Eisen und Zink.

Butter

Nachdem gu­te But­ter über Jahr­zehn­te sys­te­ma­tisch schlecht ge­re­det wur­de, oh­ne dies auf wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu be­grün­den, ist But­ter zwi­schen­zeit­lich von ih­rem schlechten Ruf „frei­ge­spro­chen“ wor­den und das völ­lig zu Recht.

But­ter be­sitzt ei­nen ho­hen An­teil an ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, die eben NICHT – wie lan­ge Zeit be­haup­tet – schlecht für un­se­ren Or­ga­nis­mus sind. Aber auch ein­fach und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren sind in But­ter ent­hal­ten. Ge­gen­über Oli­ven­öl kann sie zu­dem noch mit ei­nem ech­ten Plus­punkt punk­ten: Ab­hän­gig von der Nah­rung, wel­che Kü­he zu sich neh­men, be­sitzt But­ter die für den Men­schen zwin­gend er­for­der­li­chen Ome­ga 3-Fett­säu­ren EPA und DHA. Je mehr fri­sches Gras (Stich­wort: Frei­land­hal­tung!) ei­ne Kuh zu sich nimmt, des­to hö­her der Ome­ga 3-An­teil in der Milch und de­ren Pro­duk­ten.

Hier kön­nen sich z.B. der deut­sche Markt­füh­rer Ker­ry­gold so­wie ei­ne hand­voll wei­te­rer Her­stel­ler mit der Qua­li­tät ih­rer But­ter und der da­rin ent­hal­te­nen ge­sun­den Fett­säu­ren ganz klar aus der Men­ge der But­ter­pro­du­zen­ten her­vor­he­ben.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

Kerntemperaturen und »Slow Cooking« – der neue (alte) Trend

– durch ein Braten-Kern­ther­mo­me­ter Fleisch und Fisch op­ti­mal ga­ren

Die wich­tigs­ten Gar­gra­de und de­ren em­pfoh­le­ne Kern­tem­pe­ra­tu­ren. So ga­ren Sie Rind, Kalb, Lamm, Wild, Schwein, Fisch und Ge­flü­gel per­fekt auf den Punkt. Wis­sens­wer­tes über: »Slow Coo­king – der neue (alte) Trend« und wert­vol­le Hin­ter­grund­in­fos zum The­ma Lang­zeit­ga­ren er­gän­zen un­se­ren Bei­trag.

Kerntemperaturen u. Slow Cooking
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