Dresdner Christstollen Originalrezept

Dresdner Christstollen Originalrezept

Stollen werden zwar das gan­ze Jahr über her­ge­stellt, er­freu­en sich aber ins­be­son­de­re in der Weih­nachts­zeit gro­ßer Be­lieb­theit, wes­halb man sie dann auch als Christ­stol­len oder Weih­nachts­stol­len kennt.

Stollen sind im Prin­zip nichts an­de­res als brot­för­mi­ge, fett­rei­che Ku­chen aus schwe­rem He­fe­teig als Ba­sis­zu­tat. In die Back­mi­schung kom­men – au­ßer ge­hö­rig But­ter und Ro­si­nen – auch Oran­geat und Zi­tro­nat. Auch an Zu­cker wird bei den ver­schie­de­nen Re­zep­tu­ren, die man fin­den kann, nicht ge­geizt. 300 oder gar 350 g Zu­cker auf 1 kg Mehl sind kei­ne Sel­ten­heit; für un­se­ren Ge­schmack je­doch de­fi­ni­tiv zu viel des »Gu­ten«.

Anders ver­hält sich dies bei der Re­zep­tur ei­nes Ori­gi­nal-Dresd­ner-Stol­len, dem wohl pro­mi­nen­tes­ten al­ler Stol­len. Hier fin­det man in der über­lie­fer­ten Ori­gi­nal­re­zep­tur ge­ra­de ein­mal 100 g Zu­cker auf 1,2 kg Mehl. Die­se re­la­tiv klei­ne Men­ge an ver­wen­de­tem Zu­cker er­schien uns dann doch aus­ge­wo­ge­ner, sprich sym­pa­thi­scher, und ist ganz be­stimmt auch als ge­sün­der ein­zu­stu­fen.

Auf mehr als 650 Jah­re Ge­schich­te kann der Dresd­ner Stol­len zu­rück­bli­cken. Das Ba­sis­re­zept ist ein­fach um­zu­set­zen und trotz­dem rich­tig le­cker.

Eine fei­ne Mar­zi­pan­no­te er­hält der Christ­stol­len nach Dresd­ner Re­zep­tur al­lein schon durch die ver­wen­de­ten Ba­sis­zu­ta­ten. Wir ha­ben je­doch – ab­wei­chend vom Ori­gi­nal­re­zept – noch Mar­zi­pan als wei­te­re Zu­tat ver­wen­det, da die­ses den Stol­len saf­ti­ger macht und – so­fern man Mar­zi­pan mag – ihm noch ei­ne zu­sätz­li­che, in­ten­si­ve­re Mar­zi­pan­no­te ver­leiht. Wer beim Ori­gi­nal blei­ben will, lässt das Mar­zi­pan ein­fach weg.

Zu unserem »Dresdner Christstollen« passt ein Kerner edelsüß von der Mosel (siehe Ger­ne­ko­chen-Weintipp rechts!). Wir wünschen wie stets einen Guten Appetit und wohl bekomm's!

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Originalrezept:
Dresdner Christstollen

Zutaten für 4 Personen:

Für den Einkaufszettel:

Zutaten für den Teig:

Weitere Zutaten:

  • 600 g in Rum eingelegte Rosinen
  • 150 g Zitronat
  • 150 g Orangeat
  • 100 g süße Mandeln, grob gehackt
  • 10 g bittere Mandeln, fein gehackt

Optional, nicht im Originalrezept:

  • 100–150 g Marzipan, je nach Vorliebe

Eine feine Marzipannote ergibt sich bereits durch die ver­wen­de­ten Ori­givnalvzuvta­ten. Wer eine stärkere Marzipannote möchte, kann dem Stollen abweichend vom Grundrezept noch Marzipan hinzufügen.

Das benötigt man zusätzlich:

  • etwas Mehl für die Arbeitsfläche
  • etwas Butter zum einfetten des Backblechs
  • 1 Lage Alufolie
  • etwas Butter und Puderzucker zum bestreichen und bestäuben

Zubereitung:

1.1) Rosinen mit Rum übergießen und min­des­tens 2 Std. – am bes­ten über Nacht – aro­ma­ti­sie­ren las­sen.

1.2) Süße Mandeln ggf. enthäuten und grob ha­cken. Bit­te­re Man­deln ent­häu­ten und fein mah­len. Rest­li­che Zu­ta­ten be­reit­stel­len. Optional, nicht original: 100 g Mar­zi­pan­mas­se grob zer­brö­seln.

2) Frische Hefe in lau­war­me Milch brö­seln und 15–20 Min. ge­hen las­sen. But­ter auf klei­ne Tem­pe­ra­tur ver­flüs­si­gen.

3.1) Hefemilch, Mehl, Butter, Zu­cker und Ge­wür­ze in eine Schüs­sel geben ...

3.2) ... sorgfältig mit­ein­an­der ver­men­gen und zu ei­ner ho­mo­ge­nen Teig­mas­se ver­arbeiten. Rest­li­che Zu­ta­ten hin­zu­fü­gen und vor­sich­tig un­ter­kne­ten.

3.3) Aus dem Teig eine läng­li­che, ova­le Rol­le for­men, nach hin­ten schräg ab­lau­fend platt drü­cken und den dün­ne­ren Teil da­nach wie­der nach vor­ne, zur Mit­te hin, um­schla­gen. Stol­­len vor dem Ba­­cken noch 45–60 Min. zu­­ge­­deckt ru­­hen las­­sen. (Wir ha­ben un­se­rem Stol­len mit dem Bä­cker­mes­ser noch de­ko­ra­ti­ve Fu­gen ver­lie­hen.)

4) Ofen auf 250 Grad vor­hei­zen. Back­blech mit But­ter ein­fet­ten. Dresd­ner Christ­stol­len in den Ofen schie­ben, Hit­ze so­fort auf 180 Grad re­du­zie­ren und den Stol­len 75–80 Min. ba­cken. 10 Min. vor En­de der Back­zeit noch mit Alu­fo­lie ab­de­cken, da­mit die Ro­sinen nicht ver­bren­nen.

4) 100 g Butter zer­las­sen, den Stol­len da­mit ein­pin­seln und da­nach noch mit Pu­der­zu­cker be­stäu­ben. Stol­len vor dem ers­ten An­schnitt min­des­tens zwei, bes­ser 4–6 Wo­chen ru­hen las­sen.

Nährwert- & Gesundheitsanalyse

Mehl bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aus­sa­gen, be­sitzt Ge­trei­de KEI­NE gro­ßen Men­gen an pflanz­li­chem Ei­weiß. Da­für deckt es durch sei­nen in Be­zug auf 100 g ho­hen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten, fast ein Drit­tel des täg­li­chen Bal­last­stoff­an­teils, bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­ge­halt. Für die­je­ni­gen, die auf Fleisch ver­zich­ten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner, liegt Ge­trei­de so­mit »voll im Trend« und ist ein fes­ter Be­stand­teil des Spei­se­pla­nes ge­wor­den. 

Für Men­schen, die an ei­ner Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit lei­den, ist Ge­trei­de al­ler­dings un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder »Low-Carb-Jün­ger« hal­ten sich we­gen des ho­hen An­teils an Koh­len­hy­dra­ten bei Ge­trei­de bes­ser zu­rück.

Hühnereier

Hühnereier besitzen durchschnittlich 7 g Proteine und damit ei­nen hohen Gehalt der biologisch wert­vollen Substanzen. Biologisch wertvoll deshalb, da die im Ei ent­hal­te­nen Proteine einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren, mit einem sehr guten Gleichgewicht aufweisen. Der Proteingehalt eines Hüh­ner­eis wird deshalb als Re­fe­renz­wert an­ge­se­hen. Ein Vergleich mit anderen Lebensmitteln macht dies deut­lich: Zwei Hühnereier enthalten dieselbe Men­ge an Proteinen wie bspw. 100 g Fisch 100 g Fleisch.

Der durchschnittliche Fettgehalt ist mit 7 g genau so hoch, wie der Proteingehalt, es ist vor allem im Eigelb und we­niger im Eiweiss ent­halten. Bei den Fett­säu­ren im Ei handelt es sich zu zwei Drittel um un­ge­sät­tig­te Fettsäuren.

Etwas in Verruf, kam eine zeitlang der Verzehr von Ei aufgrund seines – mit ca. 180 mg – recht hohen Cho­­les­­te­­rin­­ge­­halts, was man je­doch auf keinen Fall über­be­wer­ten sollte, da solche Warnungen und Ein­stu­fun­gen meist gewissen Trends unterliegen und sich somit auch wieder ändern können. Zudem be­sit­zen Hühnereier einen hohen Vitamin A, D und E-Anteil und enthalten die Spu­ren­ele­men­te Ei­sen und Zink.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)

Kerntemperaturen und »Slow Cooking« – der neue (alte) Trend

– durch ein Braten-Kern­ther­mo­me­ter Fleisch und Fisch op­ti­mal ga­ren

Die wich­tigs­ten Gar­gra­de und de­ren em­pfoh­le­ne Kern­tem­pe­ra­tu­ren. So ga­ren Sie Rind, Kalb, Lamm, Wild, Schwein, Fisch und Ge­flü­gel per­fekt auf den Punkt. Wis­sens­wer­tes über: »Slow Coo­king – der neue (alte) Trend« und wert­vol­le Hin­ter­grund­in­fos zum The­ma Lang­zeit­ga­ren er­gän­zen un­se­ren Bei­trag.

 

Kerntemperaturen u. Slow Cooking

Basiswissen: Brattemperaturen für Öle und Fette

Alarmstufe Rot: Rauchtemperatur erreicht!

Wenn es in der Pfanne raucht, ist das ein untrüglicher Hinweis darauf, dass die maximal nutzbare Brat­tem­pe­ra­tur des Öls oder Fetts überschritten wurde. Dieser Zustand wird als »Rauch­punkt« be­zeich­net, gemessen wird die kri­ti­sche Tem­pe­ra­tur in Grad Cel­sius.

Verschiedene Öle und Fette im Vergleich

Mit viel Rechercheleistung hat das Team von "Ger­ne­kochen – Mit Wein ge­nie­ßen" eine Tabelle mit den am häu­figs­ten ver­wen­de­ten Ölen und Fetten zu­sam­men­ge­stellt. Was geht und was nicht?

Unsere »Brattemperaturen für Öle und Fette-Tabelle« liefert die Antworten und einen aufschlussreichen Überblick.

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