Schwertfischsteak auf Maul­beer-Wal­nuss-Sau­ce

– Filéto xifiá me sáltsa apó moú­ra kai ka­rí­dia

Schwertfischsteak auf Maulbeer-Walnuss-Sauce

pasta tagliatelle

Schwertfischsteak auf Maul­beer-Wal­nuss-Sau­ce

Dieses Rezept stammt ur­sprüng­lich aus der grie­chi­schen An­ti­ke. Wir ha­ben es wie­der neu auf­le­ben las­sen und das me­di­ter­ra­ne Steak­re­zept mo­dern in­ter­pre­tiert. Die Ba­sis- und Haupt­zu­tat bei die­sem Ge­richt sind Maul­bee­ren. Es gibt wei­ße, ro­te und schwar­ze. Sie zäh­len zu den äl­tes­ten Kul­tur­pflan­zen der Welt. Un­se­re Maul­beer­sau­ce ha­ben wir noch mit ge­rös­te­ten Wal­nuss­ker­nen ver­fei­nert, die her­vor­ra­gend mit dem Ge­schmack der Bee­ren har­mo­niert ha­ben.

Außer nach Grie­chen­land, ha­ben wir noch ei­nen Ab­stecher nach Ita­li­en ge­macht und uns dort schwar­ze Tag­lia­tel­le mit To­ma­ten-Sal­sa als Bei­la­ge zu un­se­rem me­di­ter­ra­nen Ge­richt be­sorgt. Das passt nicht nur ge­schmack­lich, son­dern auch op­tisch her­vor­ra­gend zu un­se­rem Schwert­fisch­steak-Re­zept

Gernekochen-Weintipp

Zu »Schwertfischsteak auf Maulbeer-Wal­nuss-Sau­ce« har­mo­niert ein »As­prou­da Ser­ron«, ge­kel­tert aus ei­ner grie­chi­schen au­toch­tho­nen Re­be, wie sie in die­ser au­ßer­ge­wöhn­li­chen Top-Qua­li­tät ins­be­son­de­re in der Re­gion »Sér­res« in Ma­ke­do­nien, Grie­chen­land, vor­kommt. Ein­fach mal auf un­ser »Wein­tipp-Icon« tip­pen und mehr er­fah­ren.

Auch ein kräf­ti­ger As­syr­ti­ko » von San­to­rin(i) oder Ró­bo­la » von Ke­fa­lo­niá wä­ren denk­ba­re Al­ter­na­ti­ven und uns so­mit ei­ne Em­pfeh­lung wert. Ka­lí óre­xi – wir wün­schen wie stets ei­nen gu­ten Ap­pe­tit und: Wohl be­komm's!

Rezept:
Schwertfischsteak auf Maul­beer-Wal­nuss-Sau­ce

Zutaten für 4 Personen

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Für den Einkaufszettel:

  • 1 Lorbeerblatt
  • etwas gemahlener Koriandersamen
  • 1–2 Spritzer grüner Tabasco
  • 2 mittelgroße Strauchtomaten
  • 1 kleiner Bund frische Petersilie
  • 1 Schalotte
  • 1 unbehandelte Zitrone (Bio-Zitrone)
  • 1 Prise Zucker
  • 1 EL Aceto Balsamico weiß
  • etwas Salz und
  • Pfeffer aus der Mühle

Das benötigt man zusätzlich:

  • 1 Zester-Küchenreibe

Zubereitung:

1) Maulbeeren mindestens 2 Std. in Weiß­wein ein­wei­chen. Al­ter­na­tiv am Vor­abend ein­le­gen und über Nacht in den Kühl­schrank stel­len. So ha­ben wir es ge­macht!

2) Peperoni waschen, hal­bie­ren und ent­ker­nen. Da­nach mit ei­nem schar­fen Messer längs in sehr fei­ne, ca. 1,5 cm lan­ge Strei­fen schnei­den. To­ma­ten, Pe­ter­si­lie und Scha­lot­te eben­falls gut wa­schen. To­ma­ten in fei­ne Würfel schnei­den, Scha­lot­te schä­len und klein ha­cken.

3) Saucentopf auf mittlerer Stufe er­hit­zen, Bee­ren im vor­han­de­nen Wein­sud mit den Kräu­tern ca. 30 Min. weich­ko­chen.

4.1) In der Zwischenzeit für die To­ma­ten-Sal­sa ei­ne Vi­nai­gret­te her­stel­len. Da­für ei­nen EL Ace­to Bal­sa­mi­co«, Zi­tro­nen­saft und Zu­cker in ei­ne Scha­le ge­ben. Un­ter stän­di­gem Rüh­ren mit dem Schnee­be­sen das Oli­ven­öl tröp­chen­wei­se zu­fü­gen bis eine cre­mi­ge Kon­sis­tenz ent­steht. Scha­lot­te und 1 EL ge­hack­te Pe­ter­si­lie zu­fü­gen. Vi­nai­gret­te mit Pfef­fer und Salz ab­schme­cken.

4.2) To­ma­ten­wür­fel in ei­ne Scha­le ge­ben und mit der Vi­nai­gret­te ver­men­gen.

5) Walnüsse nicht zu fein ha­cken. Nüs­se an­schlie­ßend in ei­ner Brat­pfan­ne auf mitt­le­rer Hit­ze rös­ten, bis sie ei­ne schö­ne gold­brau­ne Far­be be­kom­men. Da­nach so­fort aus der Pfan­ne neh­men.

6.1) Nachdem die Beeren 30 Min. ein­ge­kocht wur­den, Thy­mi­an- und Ros­marin­zweig so­wie Lor­beer ent­fer­nen. Pe­pe­ro­ni­strei­fen und Sah­ne in den Sau­cen­topf ge­ben, gut ver­rüh­ren und mit dem Zau­ber­stab ali­as Stab­mixer  fein pü­rie­ren.

6.2) Bee­ren­mus durch ein Kü­chen­sieb in ei­nen an­de­ren Be­häl­ter um­schüt­ten, Mus im Sieb noch mit ei­nem Löf­fel gut aus­drü­cken.

6.3) Die Maul­beer­sau­ce wie­der zu­rück in den Koch­topf ge­ben, Milch und Ou­zo zu­ge­ben, gut um­rüh­ren und noch et­was ein­ko­chen las­sen. Mit Li­met­ten­saft, Ge­wür­zen, Eli­xier JAS­MI­NE und et­was Zi­tro­nen­scha­lenab ­ab­schme­cken.

7) Tagliatelle gemäß Pa­ckungs­an­wei­sung biss­fest ga­ren, vom Herd zie­hen und im Was­ser warm hal­ten.

8) Schwertfischsteaks – je nach Di­cke – auf bei­den Sei­ten nicht län­ger als 1–2 Min. auf ho­her Tem­pe­ra­tur bra­ten. Kerntemperaturen für Fisch »

9) Sauce und Walnüsse auf die Teller geben, und mit den Schwertfischsteaks belegen. Tagliatelle abschütten und neben den Steaks garnieren. Etwas Tomaten-Salsa obenauf fügen und die Teller noch mit je einem oder zwei Petersilienblättern garnieren. Steaks noch mit grobem, schwarzen Pfeffer bestreuen und sofort servieren.

Serviertipp:
Wir haben die Schwertfischsteaks noch mit ein paar kleinen Johannisbeertomaten garniert. Hat man diese nicht zur Hand, kann man als Ersatz kleine Tomatenwürfel nehmen.

Nährwert- & Ge­sund­heits­ana­ly­se

von Dipl. Ernährungs­wissen­schaftler Michael Pagelsdorf

Schwertfisch

– edler Meeresgenuss – kraft­voll im Biss, reich an Ome­ga-3

Schwertfisch

Der Schwertfisch ist ein im­po­san­ter Hoch­see­räu­ber, der Län­gen von bis zu fünf Me­tern er­rei­chen kann. Sein mar­kan­tes, schwert­ähn­li­ches Ro­strum dient da­zu, Beu­te­schwär­me zu ver­let­zen oder zu de­so­ri­en­tie­ren. Er lebt vor­wie­gend in tro­pi­schen und sub­tro­pi­schen Mee­ren, durch­streift aber auch ge­mäßig­te Zo­nen und zählt zu den cha­rak­te­ris­ti­schen Spei­se­fi­schen der in­ter­na­tio­na­len Kü­che.

Ernährungs­phy­sio­lo­gisch ge­hört der Schwert­fisch zu den mit­tel­fet­ten Mee­res­fi­schen. Er lie­fert hoch­wer­ti­ges, leicht ver­dau­li­ches Ei­weiß und ei­nen mo­de­ra­ten Fett­ge­halt mit ei­nem nen­nens­wer­ten An­teil an Ome­ga-3-Fett­säu­ren, die zur nor­ma­len Herz­funk­ti­on bei­tra­gen kön­nen. Zu­dem ent­hält er Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, ins­be­son­de­re B12 und Ni­a­cin, so­wie Vi­ta­min A. Mi­ne­ral­stof­fe wie Phos­phor und Jod un­ter­stüt­zen Kno­chen- be­zie­hungs­wei­se Schild­drü­sen­funk­ti­on, wäh­rend Ei­sen und wei­te­re Spu­ren­ele­men­te das Nähr­stoff­pro­fil ab­run­den. Auf­grund sei­ner Stel­lung am En­de der Nah­rungs­ket­te kann er je­doch er­höh­te Me­thyl­queck­sil­ber­wer­te auf­wei­sen, wes­halb ein maß­vol­ler Kon­sum emp­foh­len wird.

Kulinarische Verwendung:

Kulina­risch über­zeugt sein fes­tes, saf­ti­ges Fleisch mit ei­ner Kon­sis­tenz, die eher an Kalb­fleisch als an klas­si­schen Fisch er­in­nert. Die kom­pak­te Struk­tur macht ihn ide­al für Grill oder Pfan­ne, da Steaks form­sta­bil blei­ben und schö­ne Röst­aro­men ent­wi­ckeln. Kurz und heiß ge­gart, bleibt er saftig; ei­ne zu lan­ge Gar­zeit soll­te ver­mie­den wer­den.

Mediter­ran mit Oli­ven­öl, Zi­tro­ne und Kräu­tern zu­be­rei­tet, ent­steht ein kraft­vol­ler, aro­ma­ti­scher und gleich­zei­tig nähr­stoff­rei­cher Ge­nuss, der Ge­sund­heit und Ku­li­na­rik über­zeu­gend ver­bin­det.

Maulbeeren

– fruchtig, mild und voller Nährstoffe

Maulbeeren

Maul­bee­ren sind die saft­rei­chen Sammel­früch­te des Maul­beer­baums und wer­den seit Jahr­hun­der­ten in Asi­en und im Mit­tel­meer­raum ge­schätzt. Frisch ge­pflückt über­zeu­gen sie mit ei­nem mild-süß­li­chen, leicht ho­nig­ar­ti­gen Aro­ma, wäh­rend ge­trock­ne­te Exem­pla­re ei­ne in­ten­si­ve­re, ka­ra­mell­ähn­li­che No­te ent­fal­ten.

Er­näh­rungs­phy­sio­lo­gisch punk­ten Maul­bee­ren mit ei­ner be­acht­li­chen Viel­falt an Mi­ne­ral­stof­fen wie Ei­sen, Cal­ci­um, Man­gan, Mag­ne­si­um und Ka­li­um. Hin­zu kom­men die Vitamine A, C, E und K so­wie meh­re­re Ver­tre­ter der B-Grup­pe

Be­son­ders her­vor­zu­he­ben ist ihr Ge­halt an phe­no­li­schen se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen, dar­un­ter An­tho­cya­ne und an­de­re An­ti­oxi­dan­ti­en, die zum Schutz der Zel­len vor oxi­da­ti­vem Stress bei­tra­gen kön­nen. Durch die­se Nähr­stoff­dich­te ent­ste­ht ein na­tür­li­cher Mehr­wert für ei­ne aus­ge­wo­ge­ne, pflan­zen­ba­sier­te Er­näh­rung. Beim Kauf emp­fiehlt sich na­tur­be­las­se­ne Bio-Qua­li­tät, um Pes­ti­zid­rück­stän­de oder ge­schwe­fel­te Pro­duk­te zu ver­mei­den.

Kulinarische Verwendung:

Kulina­risch sind Maul­bee­ren weit mehr als ei­ne Zutat für Süß­spei­sen. Frisch eig­nen sie sich für Des­serts, Jo­ghurt, Mü­sli oder als fruch­ti­ge Kom­po­nen­te in Sa­la­ten

Ge­trock­net set­zen sie aro­ma­ti­sche Ak­zen­te in Back­wa­ren oder Nuss­mi­schun­gen

Span­nend wird es in der herz­haf­ten Kü­che: Ihr fein­sü­ßes Aro­ma har­mo­niert aus­ge­zeich­net mit Wild, Ge­flü­gel oder Fisch. In ei­ner Maul­beer-Wal­nuss­sauce ent­fal­ten sie bei­spiels­wei­se ei­ne fruch­tig-nus­si­ge Tie­fe, die ein kurz ge­grill­tes oder gebratenes Schwert­fisch­steak ele­gant kon­tras­tiert. 

Auch als Ba­sis für Chut­neys oder Re­duk­tio­nen las­sen sie sich ein­set­zen und ver­lei­hen Ge­rich­ten ei­ne mo­der­ne, krea­ti­ve Si­gna­tur. So ver­bin­den Maul­bee­ren na­tür­li­che Sü­ße, An­ti­oxi­dan­ti­en­reich­tum und ku­li­na­ri­sche Viel­sei­tig­keit zu ei­nem leich­ten und ge­sun­den Ge­nuss mit cha­rak­ter­vol­lem Aro­ma.

Walnüsse

– knackiger Genuss für Körper und Geist

Walnüsse

Die Wal­nuss zählt zu den äl­tes­ten Kul­tur­pflan­zen der Welt und wur­de be­reits in der An­ti­ke hochgeschätzt. Ur­sprüng­lich aus Zen­tral­asi­en stam­mend, fand sie früh ih­ren Weg nach Eu­ro­pa und ist heu­te aus der me­di­ter­ra­nen wie auch der hei­mi­schen Kü­che nicht mehr weg­zu­den­ken. Ih­re cha­rak­te­ris­ti­sche, leicht bit­ter-nus­si­ge Aro­ma­tik so­wie ih­re kna­cki­ge Tex­tur ma­chen sie zu ei­ner viel­sei­ti­gen Zu­tat in sü­ßen und herz­haf­ten Ge­rich­ten.

Er­näh­rungs­phy­sio­lo­gisch ge­hö­ren Wal­nüs­se zu den be­son­ders nähr­stoff­rei­chen Le­bens­mit­teln. Sie zeich­nen sich durch ei­nen ho­hen Ge­halt an un­ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren aus, ins­be­son­de­re an Ome­ga-3-Fett­säu­ren, die ei­ne wich­ti­ge Rol­le für Herz- und Ge­fäß­ge­sund­heit spie­len kön­nen. Trotz ih­rer re­la­tiv ho­hen Ka­lo­rien­dich­te gilt die Fett­zu­sam­men­set­zung als er­näh­rungs­phy­sio­lo­gisch wert­voll und kann sich po­si­tiv auf den Cho­le­ste­rin­spie­gel aus­wir­ken.

Dar­über hin­aus lie­fern Wal­nüs­se pflanz­li­ches Ei­weiß so­wie wich­ti­ge Bal­last­stof­fe, die zu ei­nem lan­ge an­hal­ten­den Sät­ti­gungs­ge­fühl bei­tra­gen und die Ver­dau­ung un­ter­stüt­zen kön­nen. Be­son­ders her­vor­zu­he­ben ist ihr Ge­halt an Vi­ta­mi­nen der B-Grup­pe, ins­be­son­de­re Vi­ta­min B6, das den Ener­gie­stoff­wech­sel und das Ner­ven­sys­tem un­ter­stützt. Auch Vi­ta­min E ist ent­hal­ten und wirkt als An­ti­oxi­dan­ti­ons­schutz für un­se­re Zel­len.

An Mi­ne­ral­stof­fen bie­ten Wal­nüs­se un­ter an­de­rem Mag­ne­si­um, Ka­li­um, Zink und Ei­sen, die wich­ti­ge Funk­tio­nen im Kör­per über­neh­men – von der Mus­kel- und Ner­ven­tä­tig­keit bis hin zur Un­ter­stüt­zung des Im­mun­sys­tems. Die ent­hal­te­nen se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fe, dar­un­ter Po­ly­phe­no­le, kön­nen zu­sätz­lich ei­nen Bei­trag zum Zell­schutz leis­ten.

Kulinarische Verwendung:

Ku­li­na­risch sind Wal­nüs­se äu­ßerst viel­sei­tig ein­setz­bar und be­rei­chern so­wohl sü­ße als auch herz­haf­te Ge­rich­te. Ihr aro­ma­ti­scher, leicht her­ber Ge­schmack har­mo­niert be­son­ders gut mit fri­schen Sa­la­ten, Kä­se, Obst oder herbst­li­chen Ge­mü­se­ge­rich­ten. Ge­rös­tet ent­fal­ten sie ein noch in­ten­si­ve­res Aro­ma und eig­nen sich her­vor­ra­gend als Top­ping für Bowls oder Sup­pen.

Auch in der war­men Kü­che fin­den Wal­nüs­se viel­fäl­ti­ge Ver­wen­dung, et­wa in Pas­ta­ge­rich­ten, Fül­lun­gen oder als Ba­sis für aro­ma­ti­sche Pes­to- oder Mayo-Varianten ». In der sü­ßen Kü­che sind sie ein Klas­si­ker in Ku­chen, Des­serts oder in Kom­bi­na­ti­on mit Ho­nig und Früch­ten. Dar­über hin­aus eig­nen sie sich her­vor­ra­gend als ge­sun­der Snack für zwi­schen­durch und las­sen sich pro­blem­los in ei­ne aus­ge­wo­ge­ne All­tags­er­näh­rung in­te­grie­ren.

Be­son­ders har­mo­nisch wirkt die Kom­bi­na­ti­on aus Wal­nüs­sen, mil­dem Kä­se und fri­schen Früch­ten wie Bir­nen oder Fei­gen – ein ein­fa­ches, aber ge­schmack­lich aus­ge­wo­ge­nes Ge­richt mit ho­hem Ge­nuss­fak­tor.

Tomaten alias Paradeiser

– sonnengereift, ge­sund und vol­ler Ge­schmack

Tomaten alias Paradeiser

Außer einem hohen Was­ser­an­teil ent­hal­ten To­ma­ten viele se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe wie auch ver­schie­de­ne Mi­ne­ral­stof­fe. Be­son­ders Ka­li­um stellt für den Men­schen ei­nen wich­ti­gen ge­sund­heit­li­chen Fak­­tor für eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung dar, da Ka­li­um für die Re­gu­la­tion des Blut­drucks, aber auch für Mus­keln und Ner­ven ein wert­vol­ler Ini­tia­tor ist.

Erhitzt gesünder als roh

Zudem sind To­ma­ten ei­ni­ge der we­ni­gen Ge­mü­se­sor­ten, de­ren ge­sund­heits­för­dern­de In­halts­stof­fe sich durch Er­hit­zen ver­bes­sern, statt sich zu ver­schlech­tern. Ge­meint sind die in To­ma­ten ent­hal­te­nen Poly­phe­no­le, so­ge­nann­te An­ti­oxi­dan­ti­en, wirk­sa­me Fän­ger der zell­schä­di­gen­den »frei­en Ra­di­kalen«, die – so­bald aktiv – ih­rem Na­men al­le Ehre ma­chen.

Hervorzuheben ist in die­sem Be­zug der in To­ma­ten reich­lich ent­hal­te­ne, zur Fa­mi­lie der Ca­ro­ti­noi­de ge­hö­ren­de Farb­stoff Ly­co­pin. Die­ser Farb- bzw. Wirk­stoff al­lein ist be­reits ein gu­ter Grund, re­gel­mä­ßig To­ma­ten auf den Spei­se­zet­tel zu stel­len. Na­tür­li­chen Nähr­bo­den bei der Auf­zucht der To­ma­ten vo­raus­set­zend!

Kulinarische Verwendung:

Tomaten sind die All­roun­der der me­di­ter­ra­nen Kü­che und bil­den die Ba­sis zahl­rei­cher Klas­si­ker – von Pas­ta- und Pizza-Saucen über Sup­pen und Ein­töp­fe bis hin zu fri­schen Sa­la­ten.

Roh ent­fal­ten sie ihr vol­les Aro­ma be­son­ders in Ca­pre­se (mit Mo­z­za­rel­la, Ba­si­li­kum und Oli­ven­öl) oder in som­mer­li­chen To­ma­ten­sa­la­ten mit ro­ten Zwie­beln und Bal­sa­mi­co. In Kom­bi­na­ti­on mit Kräu­tern wie Thy­mi­an, Ore­ga­no und Ros­ma­rin ent­ste­hen aro­ma­ti­sche Dres­sings oder Bru­schet­ta-Be­lä­ge.

Durch Er­hit­zen in­ten­si­viert sich der Ge­schmack und das wert­vol­le Ly­co­pin wird bes­ser ver­füg­bar – ide­al in To­ma­ten­sau­cen, Ra­ta­touille, Sha­kshu­ka oder als Grund­la­ge für Ri­sot­to und Ge­mü­se­pfan­nen. Im Ofen lang­sam ge­schmor­te oder ge­trock­ne­te To­ma­ten ent­wi­ckeln ein tie­fes, süß-wür­zi­ges Aro­ma, das be­son­ders gut zu Fleisch, Fisch oder An­ti­pas­ti passt.

Auch in der fei­nen Kü­che spie­len sie ei­ne Rol­le – et­wa als To­ma­ten­con­som­mé, Sor­bet oder Ta­tar aus con­fier­ten To­ma­ten.

To­ma­ten ste­hen so­mit für Son­nen­rei­fe, me­di­ter­ra­ne Fri­sche und ge­sun­den Ge­nuss, der in na­he­zu je­der Kü­che der Welt sei­ne ku­li­na­ri­sche Hei­mat ge­fun­den hat.

Paprika und Peperoni

– gesunde Vitaminpower für Genie­ßer

Paprika und Peperoni

Paprika gehören zur Fami­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se und tau­chen je nach Ge­schmack und Schär­fe­grad un­ter ver­schie­de­nen Be­zeich­nung­en wie Chi­li­scho­ten, Pfef­fe­ro­nen, Pe­pe­ro­ni, Pe­pe­ron­ci­ni usw. auf. Im Ver­gleich zu Zi­tro­nen be­sit­zen sie ein­en zwei- bis drei­mal so ho­hen Vi­ta­min C-Gehalt, ein Vitamin, das ja be­kann­ter­wei­se wich­tig für un­se­re Ab­wehr­kräf­te ist.

Die Vitamine A und E, sind eben­falls in Pap­ri­ka ent­hal­ten. Vit­a­min A un­ter­stützt die Seh­kraft un­se­rer Au­gen und ist – ähn­lich wie das Vi­ta­min B 12, wel­ches in tie­ri­schem Ei­weiß ent­halten ist – mit­ver­ant­wort­lich für die Blut­bil­dung un­se­res Kör­pers. Vi­ta­min E wird als das Frucht­bar­keits-Vi­ta­min be­zeich­net.

Auch wichtige Mi­ne­ral­stof­fe wie Ka­lium, Mag­ne­si­um, Cal­ci­um und To­co­phe­rol sind in den ver­schie­de­nen Pa­pri­ka­sor­ten ent­hal­ten. So­mit ist Paprika als »ge­sun­de« Ge­mü­se­so­rte ein­zu­stu­fen.

Außerdem enthalten gel­be wie auch ro­te Pap­ri­ka Be­ta­ka­ro­tin. Den höchs­ten Nähr­wert be­sitzt ro­te Pa­pri­ka, da­rauf folgen die oran­ge­far­be­nen und gel­­ben Pa­pri­ka. Grüne Gemüsepaprika, ist die nähr­stoff­ärms­te aller Sor­ten. Ge­nau wie Meer­ret­tich und auch Ing­wer, sti­mu­lie­ren Chi­li­scho­ten mit ih­ren an­ti­bio­ti­schen Ei­gen­schaf­ten unseren Blut­kreis­lauf und ver­bes­sern so un­se­re Durch­blu­tung.

Kulinarische Verwendung:
Paprika zählt zu den wandlungsfähigsten Gemüsesorten überhaupt – ob roh, gegart, gegrillt oder gefüllt, sie verleiht Gerichten Farbe, Frische und eine angenehm süß-würzige Note.

Roh genießt man Paprika ger­ne in Sa­la­ten, Ge­mü­se­plat­ten oder Dips (et­wa mit Hum­mus oder Frisch­kä­se). In der war­men Kü­che ent­fal­tet sie durch Rös­ten und Schmo­ren ihr vol­les Aro­ma – klas­sisch in Dol­ma (ge­füll­te Pap­ri­ka mit Reis und Hack­fleisch), im un­ga­ri­schen Gu­lasch oder als Be­stand­teil me­di­ter­ra­ner Ge­rich­te wie Ra­ta­tou­il­le oder Pa­el­la.

Gegrillt oder im Ofen ge­rös­tet ent­wi­ckelt sie ein in­ten­si­ves, leicht ka­ra­mel­li­ges Aro­ma, das be­son­ders gut mit Oli­ven­öl, Knob­lauch und Kräu­tern har­mo­niert. Auch in Sau­cen, Sup­pen oder Ein­töp­fen (z. B. Pap­ri­ka­sup­pe oder Let­scho) spielt sie eine tra­gen­de Rol­le.

Nicht zuletzt sorgt die schar­fe Va­ri­an­te – Chili oder Pe­pe­ro­ni – für be­le­ben­de Wür­ze und för­dert dank ihres Cap­sai­cin-Ge­halts so­gar die Durch­blu­tung und den Stoff­wech­sel. Paprika steht somit für far­ben­fro­hen Ge­nuss und na­tür­li­che Vi­ta­li­tät – ein ech­tes Mul­ti­ta­lent der leich­ten Kü­che.

Zwiebeln und Knoblauch

– natürliches Powerduo für Gesund­heit und Ge­schmack

Zwiebeln und Knoblauch

Beide sind ein na­tür­li­ches Anti­bio­ti­kum und be­kämp­fen wirk­sam schäd­li­che Pil­ze und krank­heits­er­re­gen­de Mi­kro­or­ga­nis­men. Die Zwie­bel ist eng mit dem Kno­blauch ver­wandt und be­sitzt ge­gen­über die­sem ei­ne mil­de­re Wir­kung. Die Kom­bi­na­tion der bei­den bringt ein star­kes Duo her­vor.

Bei­de ent­hal­ten wert­vol­le An­ti­oxi­dan­tien, die als Fän­ger »freier Ra­di­ka­ler« un­se­ren Or­ga­nis­mus da­bei hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

Die zur Gat­tung der Li­li­en­ge­wäch­se ge­hö­ren­den Pflan­zen ver­fü­gen zu­dem über ei­nen ho­hen Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­ge­halt, von dem wir eben­falls ge­sund­heit­lich pro­fi­tie­ren.

Ent­hal­ten sind die Vi­ta­mi­ne B1, B2 und B6 so­wie die Vi­ta­mi­ne C und E. Au­ßer den Mi­ne­ral­stof­fen Salz, Ei­sen, Zink und Mag­ne­si­um sind noch ei­ne gan­ze Rei­he wei­te­rer Mi­ne­ral­stof­fe in Zwie­beln und Kno­blauch ent­hal­ten, so­dass man bei­de Pflan­zen durch­aus als hoch­wer­ti­ge Mi­ne­ral­stoff-Lie­fe­ran­ten be­zeich­nen kann.

Kulinarische Verwendung:

Zwie­beln und Kno­blauch bil­den das aromatische Grund­ge­rüst un­zäh­li­ger Ge­rich­te – von der hei­mi­schen bis zur in­ter­na­tio­na­len Kü­che. Ob an­ge­schwitzt, ge­bra­ten, kon­fi­tiert oder roh – ihr Ge­schmack reicht von süß­lich-mild bis kräf­tig-wür­zig und sorgt stets für Tie­fe und Cha­rak­ter.

In der me­di­ter­ra­nen Kü­che sind sie un­ver­zicht­bar: in Pas­ta­saucen, Ri­sot­tos, Ge­mü­se­ra­gouts, Schmor­ge­rich­ten oder Fisch­zu­be­rei­tun­gen mit Oli­ven­öl und Kräu­tern. Auch in der asi­a­ti­schen, ori­en­ta­li­schen und kre­o­li­schen Kü­che sind sie fes­ter Be­stand­teil von Cur­rys, Dips, Würz­pas­ten und Su­ben.

Kno­blauch­öl oder Zwie­bel­con­fit ver­lei­hen ve­ge­ta­ri­schen wie auch Fleisch­ge­rich­ten ei­nen fei­nen, tief­wür­zi­gen Ak­zent, wäh­rend ge­rös­te­ter oder ge­schmor­ter Kno­blauch ei­ne but­ter­wei­che Süße ent­fal­tet, die be­son­ders zu Lamm, Kalb, Pil­zen oder ge­rös­te­tem Ge­mü­se passt.

So wer­den Zwie­beln und Kno­blauch nicht nur zu Ge­schmacks­trä­gern ers­ter Gü­te, son­dern auch zu Sym­bo­len für Ge­nuss und Ge­sund­heit – ein Duo, das kei­ner Kü­che feh­len soll­te.

Mehl bzw. Getreide

– Energielieferant mit Köpfchen

Mehl bzw. Getreide

Entgegen häufiger Aussagen be­sitzt Ge­trei­de kei­ne gro­ßen Men­gen an pflanz­li­chem Ei­weiß. Da­für punk­tet es mit ei­nem ho­hen An­teil an Koh­len­hy­dra­ten und deckt – be­zo­gen auf 100 g – fast ein Drit­tel des täg­li­chen Bal­last­stoff­be­darfs, bei gleich­zei­tig sehr ge­rin­gem Fett­ge­halt.

Dar­über hin­aus lie­fert Ge­trei­de wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe wie Mag­ne­si­um, Ei­sen und Zink – wich­ti­ge Kom­po­nen­ten für Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen – und be­inhal­tet Vi­ta­mi­ne der B-Grup­pe, die un­se­ren Stoff­wech­sel un­ter­stüt­zen.

Für Men­schen, die auf Fleisch ver­zich­ten möch­ten, al­so Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner (bei ve­ga­ner Er­näh­rung: Pas­ta sec­ca oh­ne Ei!), liegt Ge­trei­de da­mit voll im Trend und ist ein fes­ter Be­stand­teil des mo­der­nen Spei­se­plans ge­wor­den.

Für Per­so­nen mit Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit ist Ge­trei­de je­doch un­ge­eig­net. Auch Dia­be­ti­ker oder Low-Carb-Anhänger hal­ten sich we­gen des ho­hen Koh­len­hy­drat­an­teils bes­ser zu­rück.

Kulinarische Verwendung:

Getreide bil­det die Ba­sis un­zäh­li­ger Spei­sen und ist ei­ner der wich­tigs­ten Grund­bau­stei­ne un­se­rer Er­näh­rung. In Form von Mehl dient es als Haupt­zu­tat für Brot, Bröt­chen, Ku­chen, Pas­ta, Piz­za­teig und Back­wa­ren al­ler Art.

Als ganzes Korn, gequollen oder ge­kocht, wird es in Sa­la­ten, Auf­läu­fen, Sup­pen oder vegetarischen Brat­lin­gen ver­wen­det. Gemahlen, ge­rös­tet oder als Flocken und Brei (z. B. Ha­fer, Dink­el, Hirse oder Bul­gur) eig­net es sich für ei­ne voll­wer­ti­ge Früh­stücks- oder Bei­la­gen­kü­che.

In der modernen Ernäh­rung ge­win­nen al­ter­na­ti­ve Mehl­sor­ten – et­wa aus Hafer, Hirse, Reis, Buch­wei­zen oder Man­deln – zu­neh­mend an Be­deu­tung, da sie glu­ten­frei und oft mi­ne­ral­stoff­rei­cher sind. Da­durch lässt sich klas­si­sche Back­kunst mit in­di­vi­du­el­len Er­näh­rungs­for­men ver­bin­den.

Olivenöl in Premium-Qua­li­tät

– das Herz der Mittelmeer­kü­che

Olivenöl in Premium-Qualität

Nicht nur ich, son­dern un­ser ganzes Team », be­geis­tert sich für gu­tes, al­so hoch­wer­tig er­zeug­tes Oli­ven­öl. Ja, mehr noch, man kann uns als ech­te »Oli­ven­öl-­Fans« be­zeich­nen.

Das liegt in ers­ter Li­nie am her­vor­ra­gen­den Ge­schmack von gu­tem Olivenöl, aber auch an ei­nem zwei­ten, eben­so wich­ti­gen As­pekt, denn bei nä­he­rer Be­trach­tung be­sitzt Oli­ven­öl ein ge­ball­tes Bün­del an po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten, die un­se­rem Kör­per hel­fen, ge­sund zu blei­ben.

So verfügt Oliven­öl ne­ben vie­len Vi­ta­mi­nen und Mi­ne­ral­stof­fen üb­er zahl­reiche se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe. Die po­si­ti­ven Wir­kun­gen die­ser Stof­fe auf un­se­ren Or­ga­nis­mus be­ginnt die Wis­sen­schaft erst lang­sam zu ver­ste­hen.

Einige von Ih­nen wer­den erst durch die Ver­stoff­wech­se­lung im Darm durch un­se­re Darm­bak­te­rien rich­tig ak­tiv und be­güns­ti­gen so zahl­rei­che po­si­ti­ve bio­lo­gi­sche Wir­kun­gen. Z. B. sind sie an­ti­bak­te­ri­ell, an­ti­oxi­da­tiv (ähnlich den Vi­ta­mi­nen) und da­bei in ei­nem so hohen Maß ent­zün­dungs­hem­mend, dass sie da­bei teilwei­se so­gar den Vi­ta­mi­nen weit über­le­gen sind.

Ist das nicht wunder­bar? Ge­sun­des kann so le­cker sein. Aber ich be­to­ne aus­drück­lich: Alle po­si­ti­ven Wir­kun­gen be­kommt man nur bei Oli­ven­öl bes­ter Qua­li­tät. Und die be­kommt man eb­en nicht für 4,50 Euro beim Dis­coun­ter. Da­rüber soll­te man sich im Kla­ren sein.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Pagelsdorf
Dipl. Ernährungswissenschaftler (Oekotrophologe)